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Kommentar Der Verfall der Lira birgt auch für Europa und Asien ein Ansteckungsrisiko

Die Lira-Krise trifft nicht nur Schwellenländer – und ist längst zur Schuldenkrise geworden. Sie kann schnell auch auf etablierte Märkte überspringen.
13.08.2018 - 16:42 Uhr Kommentieren
Die Währungskrise hat sich zu einer Schuldenkrise ausgewachsen. Sie kommt zur Unzeit. Quelle: Reuters
Lira

Die Währungskrise hat sich zu einer Schuldenkrise ausgewachsen. Sie kommt zur Unzeit.

(Foto: Reuters)

Es mutet wie ein Akt der Verzweiflung an: Erst fordert der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute auf, angesichts des Kursverfalls der Lira Euro und Dollar sowie Gold in Landeswährung zu tauschen. Dann warnt er heimische Unternehmen, Geld in ausländischer Währung abzuheben.

Die Nervosität ist trotz aller Durchhalteparolen zum Greifen. Bricht die türkische Wirtschaft zusammen, birgt das erhebliche Risiken einer Ansteckung in Asien und Europa.

Wie schlecht es um die Türkei steht, zeigen die Kreditausfallversicherungen für fünfjährige Anleihen der Türkei. Sie haben den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 erreicht. Die Währungskrise hat sich zu einer Schuldenkrise ausgewachsen, die schnell auf andere Schwellenländer überspringen kann.

Zwar geht es den Emerging Markets besser als vor der jüngsten Finanzkrise. Doch das zählt nur eingeschränkt. In schwierigen Zeiten ziehen westliche Anleger schnell ihr Geld ab und suchen lieber Zuflucht in sicheren Häfen wie den USA oder auch Japan und der Schweiz.

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    Es ist eine Flucht vor Währungsrisiken, die erheblich sind. Ein Vorgeschmack darauf bieten die Devisen von Ländern wie Südafrika, Indien, Mexiko und Russland, die auf mehrjährigen Tiefständen notieren. Oftmals geht es um Staaten, die ein Problem mit den USA oder gar mit US-Präsident Donald Trump haben.

    Jüngstes Beispiel ist Russland, das voraussichtlich mit Sanktionen überzogen wird. Diese könnten etwa russische Anleihen betreffen. Ausländer wären dann gezwungen, Anlagen in Russland aufzulösen. Auch der Handelsstreit zwischen den USA und China ist nicht vorbei. Die Rhetorik gewinnt an Schärfe.

    Noch halten sich die Auswirkungen bei Aktien weltweit in Grenzen. Der Deutsche Aktienindex notiert auf Monatssicht gut ein halbes Prozent im Minus. Doch Anleger sollten sich nicht täuschen. Die Stimmung kann auch an den westlichen Börsen schnell umschlagen, da Aktien dort inzwischen nicht mehr billig sind. Cash ist deshalb King.

    „Ohne eine drastische Zinserhöhung geht die Türkei bankrott“

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