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Kommentar Der Westen darf dem Massaker in Syrien nicht weiter zusehen

Syrien steht in Idlib vor dem größten Blutvergießen seit Beginn des Bürgerkrieges. Der Westen muss aufhören, schweigend zuzusehen.
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In der nordsyrischen Provinz mussten bereits Tausende Menschen sterben. Quelle: AFP
Idlib

In der nordsyrischen Provinz mussten bereits Tausende Menschen sterben.

(Foto: AFP)

Syriens Diktator Baschar al-Assad bläst zum Sturm auf die letzte Bastion der Rebellen. Das Land steht in der nordsyrischen Provinz Idlib vor dem blutigsten Massaker seit Beginn des Bürgerkriegs. Und die Welt schaut zu, wenn Assad ohne Rücksicht auf Verluste die totale Macht überall zurückerobert. Russland bombt bereits den Weg frei für Assads Soldateska und die iranischen Helfershelfer.

Nichts gelernt hat der Westen aus dem Völkermord von Darfur oder den Jugoslawien-Kriegen, wo die Nato erst sehr spät dem serbischen Herrscher Slobodan Milosevic in den Arm fiel. Auch die wochenlange Vernichtungsschlacht um die syrische Metropole Aleppo vor zwei Jahren verfolgte der Westen mit besorgten Kommentaren und mahnenden Appellen, aber ohne einzugreifen.

Nun steht um Idlib eine noch größere Tragödie bevor, wohin sich drei Millionen Menschen zurückgezogen haben. Darunter eine Million Kinder. Und gut 50.000 kompromisslose islamistische Kämpfer. Assad will sie vernichten und nimmt dabei Hunderttausende Tote in Kauf. Die Uno warnt vor einer neuen Flüchtlingswelle.

Vor Jahren hatte der Westen es abgelehnt, mit Flugverbotszonen vor den Fassbomben des Regimes Schutz zu schaffen – und damit Russland geradezu eingeladen, mit seinen Kampfjets dem Kreml-Schützling beim Morden zur Hand zu gehen.

Hätte US-Präsident Donald Trump nicht zuletzt aus zweifelhaften Gründen bereits Sanktionen gegen Russland und den Iran massiv verschärft, man müsste die USA, die EU und alle wohlmeinenden Staaten auffordern, Moskau und Teheran mit massiven Wirtschaftsblockaden zum Überdenken ihrer Diktatorenhilfe zu bewegen.

Man muss hoffen, dass die US-Drohung, erneute Giftgaseinsätze Assads mit harten Schlägen zu beantworten, keine leeren Worte sind. Bei Völkermord und dem Einsatz geächteter Waffen darf der Westen nicht weiter schweigen.

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