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Kommentar Der Yen ist aktuell kein ganz so sicherer Zufluchtsort

Der japanische Yen ist eigentlich in Phasen der Unsicherheit am Devisenmarkt gefragt. In der Corona-Krise ist das anders. Das hat mehrere Gründe.
24.02.2020 - 20:38 Uhr Kommentieren
Normalerweise ist in Phasen der Unsicherheit die japanische Währung besonders gefragt. Aktuell profitieren aber eher andere Währungen. Quelle: dpa
Yen-Noten

Normalerweise ist in Phasen der Unsicherheit die japanische Währung besonders gefragt. Aktuell profitieren aber eher andere Währungen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Sichere Zufluchtsorte sind gefragt angesichts der Unsicherheit über das Ausmaß und die Folgen des Coronavirus. Doch am Devisenmarkt zeigt sich, dass aktuell nicht alle sonst üblichen sicheren Horte aufgesucht werden.

So parken Anleger ihr Geld in Schweizer Franken und in US-Dollar. Beide Währungen kletterten auf ihre alten Höchststände von 2017 im Vergleich zum Euro. Nicht mithalten bei der Rally konnte dagegen der japanische Yen, den Investoren eigentlich in Phasen der Unsicherheit ebenfalls stark nachfragen.

Der Yen leidet aktuell unter der besonders schwachen Wirtschaft in Japan und darunter, dass die Folgen der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit das Land stärker treffen als zum Beispiel die USA. Bereits im Schlussquartal 2019 schrumpfte die japanische Wirtschaft um 6,3 Prozent – und damit so stark wie seit 2014 nicht mehr.

Ein wichtiger Grund dafür war eine Erhöhung der Mehrwertsteuer im Oktober. Die schwachen Daten wecken auch generelle Zweifel an der Stärke der japanischen Wirtschaft. Das wiederum sorgt für Spekulationen, dass Regierung und Notenbank die Wirtschaft durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik oder höhere Ausgaben stützen könnten – was tendenziell den Yen schwächt.

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    Der asiatische Kontinent ist wesentlich stärker vom Coronavirus betroffen als andere Erdteile. Das schwächt letztendlich auch die als besonders sicher geltenden Währungen des Kontinents wie den Yen. Im Vergleich zur Schweiz oder den USA, deren Währungen ebenfalls als sichere Häfen in Krisenzeiten gelten, ist Japan wirtschaftlich enger mit China und dem ebenfalls stark von Corona beeinträchtigten Südkorea verflochten.

    Ob die aktuelle Schwäche des Yen anhält, dürfte davon abhängen, was die japanische Notenbank in den nächsten Monaten unternimmt. Sie ist geldpolitisch bereits weiter gegangen als andere große Notenbanken. Ökonomen warnen daher, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Japan wirtschaftlich sogar negativ wirken könnte.

    Wohl auch deshalb war die Notenbank zuletzt sehr zögerlich mit weiteren Lockerungen und hat anders als die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank Fed 2019 darauf verzichtet. Setzt die japanische Notenbank diese Linie aber fort und gestaltet ihre Geldpolitik nicht noch expansiver etwa über weitere Zinssenkungen, könnte der Yen bald wieder stärker aufwerten.

    Mehr: Wie das Coronavirus den Schweizer Franke treibt.

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