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Kommentar Deutsche Bank im Realitätscheck

Der Schwung vom Jahresanfang ist bei der Deutschen Bank erst einmal verpufft. Das Geldhaus muss mit frustrierenden neuen Rückschlägen fertig werden.
04.03.2020 - 04:00 Uhr 1 Kommentar
Nach einem fulminanten Jahresauftakt holt die Realität das größte deutsche Geldhaus ein. Quelle: Reuters
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt

Nach einem fulminanten Jahresauftakt holt die Realität das größte deutsche Geldhaus ein.

(Foto: Reuters)

Es wäre zu schön gewesen: Pünktlich zum 150. Jubiläum im März gelingt der Deutschen Bank endlich die nachhaltige Wende zum Besseren. Doch nach zwei Monaten, die sich Vorstandschef Christian Sewing kaum besser hätte ausdenken können, mit rasant steigenden Aktienkursen, einem neuen Großaktionär und eher beruhigenden Jahreszahlen, hat die Realität die Bank wieder eingeholt.

Zwei Ereignisse zeigen, dass das größte heimische Geldhaus zwar beachtliche Fortschritte macht, dass der Puffer, mit dem sich Rückschläge abfedern lassen, aber nach wie vor ausgesprochen dünn ist. Wie dünn, das lässt sich an der Börse ablesen. Seit dem Hoch Mitte Februar hat die Aktie der Bank fast 25 Prozent an Wert verloren.

Der erste Rückschlag lässt sich getrost als höhere Gewalt einstufen: Den Ausbruch des Coronavirus konnte keiner vorhersehen. Noch lassen sich die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie nicht seriös abschätzen, aber sie treffen die Bank in einer kritischen Phase.

Die tief greifenden Umbaupläne des Vorstands sind auf Kante genäht, rutschen die Weltwirtschaft und Deutschland durch den Corona-Schock in eine Rezession, könnte sehr schnell Sewings Ziel, am Ende des Jahres beim operativen Gewinn eine schwarze Null zu präsentieren, in Gefahr geraten.

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    Der zweite Rückschlag ist wirtschaftlich bei Weitem nicht so bedeutsam, aber womöglich noch frustrierender. Anfang dieser Woche kam ans Licht, dass sich die Bank einen Rüffel der britischen Aufseher eingefangen hat, weil die Systeme und Kontrollen für den Kampf gegen Geldwäsche noch immer nicht den Anforderungen entsprechen.

    Mit solchen Meldungen hätte man nach all den Beteuerungen der Bank, wie ernst sie die Kritik der Aufseher nimmt und wie stark sie in Sachen Compliance aufgerüstet hat, eigentlich nicht mehr gerechnet. Der Rüffel in Großbritannien ist keine Staatsaffäre, aber er wirkt wie ein Rückfall in die ungute alte Zeit. Und das kann die Bank im Moment überhaupt nicht gebrauchen.

    Für Unkenrufe aber ist es noch viel zu früh. Noch ist das positive Momentum vom Jahresbeginn nicht verpufft. Noch spürt die Bank die wirtschaftlichen Folgen von Corona nicht wirklich, und der Ärger in Großbritannien kann sich im Rückblick als belanglose Episode entpuppen. Aber in den vergangenen Tagen ist die Gefahr gewachsen, dass die Wende zum Besseren noch auf sich warten lässt und die Hängepartie für die Bank, ihre Mitarbeiter und ihre Investoren erst einmal weitergeht.

    Mehr: Eine Abrechnung mit der Deutschen Bank – per Buch.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Deutsche Bank im Realitätscheck"

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    • Klassischer Beitrag um weiter Negativstimmung zu verbreiten und das Kursprügeln zu erklären.
      Ein einmaliges,relativ simples Ereignis in GB wird zum Großrisiko aufgebauscht......

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