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Kommentar Deutsche Firmen sollten Auslandsmärkten treu bleiben

Deutsche Firmen sollten hoffen, dass Trends wie der Protektionismus nicht lange gelten. Ein Rückzug aus den Auslandsmärkten wäre der falsche Weg.
08.10.2018 - 17:50 Uhr Kommentieren
Der Brexit bedroht die Lieferketten von BMW bei seiner Mini- und Rolls-Royce-Produktion in England. Quelle: dpa
Mini von BMW

Der Brexit bedroht die Lieferketten von BMW bei seiner Mini- und Rolls-Royce-Produktion in England.

(Foto: dpa)

Als Kanzler Gerhard Schröder und die rot-grüne Bundesregierung vor knapp zwei Jahrzehnten die Unternehmen von Steuern auf Beteiligungsverkäufen befreiten, erwachte Deutschlands Großindustrie: Sie verkaufte ihre Anteile – mangels deutscher Aktionäre meist an ausländische Investmentfonds – und trimmte sich fortan auf Rendite.

Aber nicht durch Massenentlassungen, sondern durch die Eroberung neuer Auslandsmärkte. Niemand profitierte so sehr von der Globalisierung wie Deutschlands Unternehmen.

All das ist durch den wachsenden Protektionismus in Gefahr. Der Brexit bedroht die Lieferketten von BMW bei seiner Mini- und Rolls-Royce-Produktion in England, die amerikanisch-chinesischen Zölle verteuern die in Spartanburg und Tuscaloosa zusammengebauten und nach China exportierten Limousinen.

Doch ein Rückzug aus den Auslandsmärkten, weil immer neue Zölle und Gegenzölle den Handel erschweren und verteuern, wäre der falsche Weg. Auch dann, wenn der Heimatmarkt nach jahrelanger Stagnation endlich wieder wächst. Er wird nie die Verluste in den Auslandsmärkten ausgleichen können.

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    Die deutschen Unternehmen dürfen vielmehr darauf vertrauen, dass Trends wie der Protektionismus nicht auf Ewigkeit gelten.

    Wer sich die Welt von vor zehn Jahren anschaut, als die Investmentbank Lehman pleiteging und die Immobilienkrise die Finanzwelt in eine existenzbedrohende Krise stürzte und Deutschland in die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte geriet, ahnt, dass die Welt in zehn Jahren schon wieder ganz anders als heute aussehen wird.

    Es wäre grundlegend falsch, sich heute aus Ländern zurückzuziehen, die sich antiquierter Zollpolitik aus Zeiten des Eisernen Kanzlers Fürst Otto von Bismarck verschreiben. Besser ist es, die Krise auszusitzen und gleichzeitig Lieferketten so anzupassen, dass Geschäfte auch in Zeiten möglich sind, in denen einige Staaten meinen, in den Vor-Globalisierungs-Status zurückfallen zu müssen.

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