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Kommentar Deutsche Geldhäuser sollten sich Erträge im Zahlungsverkehr sichern

Zahlungsdienstleister sind gefragter denn je. Die deutschen Banken haben viel Zeit verloren. Sie brauchen rasch ein gutes Onlinebezahlangebot.
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Immer weniger Menschen bezahlen noch mit Bargeld. Quelle: Blake Wisz on Unsplash
Mobiles Bezahlen

Immer weniger Menschen bezahlen noch mit Bargeld.

(Foto: Blake Wisz on Unsplash)

Das Geschäft der Zahlungsdienstleister boomt, weil Verbraucher weltweit immer weniger Bargeld nutzen und stattdessen immer öfter mit Bank- und Kreditkarten sowie mit Smartphones bezahlen. Und sie kaufen natürlich immer mehr online ein. Von diesem Trend profitieren Zahlungsdienstleister.

Die Gewinner der Entwicklung sind beispielsweise Adyen, Wirecard, Paypal, Global Payments und all ihre großen und kleinen Wettbewerber. Der Markt ist hart umkämpft, die Konkurrenz groß.

Die Banken allerdings spielen hier kaum eine Rolle, der Boom geht in großen Teilen an ihnen vorbei. Das gilt auch für die deutschen Geldhäuser. Sie haben zwar auch etwas davon, wenn Kunden häufiger zur Bankkarte greifen – zur Girocard, wie die „EC-Karte“ heute offiziell heißt.

Denn die Banken erhalten bei jeder Transaktion im Handel eine kleine Gebühr. Doch schon beim Bezahlen per Smartphone laufen die Kreditinstitute Gefahr, dass sie einen Teil dieser Gebühren abgeben müssen. So dürfte beispielsweise Apple bei jedem Kauf über seinen Bezahldienst Apple Pay mitkassieren.
Noch schlimmer: Es ist den deutschen Kreditinstituten nicht gelungen, einen schlagkräftigen Onlinebezahldienst auf die Beine zu stellen. Das gemeinsame Unternehmen Paydirekt dümpelt vor sich hin. Der US-Onlinebezahldienst Paypal dagegen hat sich längst als feste Größe etabliert, und er weitet sein Geschäft aus als Dienstleister und Bank für Onlinehändler.

Für die Banken und Sparkassen wäre es beunruhigend, wenn ihnen auch noch im Zahlungsverkehr die Erträge wegbrechen. Sie müssen bereits damit fertig werden, dass im wichtigen Zinsgeschäft die Margen wegschmelzen.

Derzeit überlegt die deutsche Kreditwirtschaft, ob und wie sie ihre Angebote im Zahlungsverkehr bündeln kann. Die Geldhäuser sollten alles daransetzen, diesen Plan in die Realität umzusetzen, auch wenn sie dafür noch einmal hohe Summen investieren müssen.

Mehr: Die Branche der Zahlungsdienstleister boomt, zugleich tobt ein harter Konkurrenzkampf. Tech-Konzerne haben den Markt entdeckt – anders die Banken.

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