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Mitarbeiter von Heidelberger Druckmaschinen

Der Maschinenbau leidet ganz besonders unter dem weltweiten Handelskonflikt.

(Foto: dpa)

Kommentar Deutsche Konzerne stellen sich auf schwierigere Zeiten ein – zu Recht

Die Dax-Konzerne haben ihre Umsätze und Gewinne weiter gesteigert. Doch das ist nur ein Blick in die Vergangenheit. Die Zeiten werden schwerer.
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BMW, Daimler, Continental, Deutsche Post, Fresenius, Henkel und Co.: So viele Dax-Konzerne wie seit der großen Krise vor einem Jahrzehnt nicht mehr haben ihre Aktionäre in den vergangenen Monaten auf schwierigere Zeiten eingestimmt. Anleger reagierten und stießen Aktien ab. Gut 2.000 Punkte oder rund 15 Prozent hat der Dax seit Ende Januar verloren.

Jetzt ist die Zeit des Spekulierens vorbei, die Unternehmen präsentieren ihre Bilanzen. Und siehe da, zur Halbzeit nach Vorlage von 16 der 30 Dax-Ergebnisse steigen zusammengerechnet die Umsätze und Gewinne gegenüber dem Rekordvorjahr sogar noch leicht an.

Also alles nur Panikmache und verfrühter Pessimismus? Nein, die Aktionäre und ihre Unternehmen stellen sich nach wie vor auf schwierigere Zeiten ein. Allerdings nicht sofort und mit Auswirkungen auf das abgelaufene dritte Quartal.

Mit wirtschaftlichem Gegenwind kämpfen vor allem Deutschlands zwei große Schlüsselbranchen: Auf die Autobauer und ihre vielen Zulieferer lasten die Auswirkungen des Dieselskandals und Lieferengpässe nach Umstellung auf das kompliziertere WLTP-Abgastestverfahren. Dazu kommen Investitionen in neue Antriebstechnik und sinkende Nachfrage nach Neuwagen.

All das schwächt das Wachstum, vor allem aber die Profitabilität, wie BMW schon im dritten Quartal schmerzhaft zu spüren bekam. Die Vorsteuermarge halbierte sich fast.

Neben den Autobauern leidet der Maschinenbau ganz besonders unter dem weltweiten Handelskonflikt. Dass sich ausgerechnet die USA und China gegenseitig mit Zöllen bestrafen, sodass ausländische Autos und Maschinen immer teurer und deshalb weniger erschwinglich werden, ist aus deutscher Sicht die denkbar schlechteste Variante. Beide Länder zählen zu den wichtigsten Abnehmern für Maschinenbauer und auch für die Autohersteller.

Entwarnung ist also nicht angebracht. Der bange Blick nach vorn, also in Richtung Jahresende und vor allem auf 2019 ist absolut berechtigt.

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