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Kommentar Deutsche Wirtschaft zeigt Widerstandskraft

Europas Krise ist der Hauptgrund für die schwache Weltkonjunktur. Die Unsicherheit über das weitere Schicksal des Euro erfassen nun auch die deutsche aber Wirtschaft. Aber es gibt noch Grund für Optimismus in Deutschland.
08.06.2012 - 14:40 Uhr Kommentieren
Dirk Hinrich Heilmann
Der Autor

Dirk Hinrich Heilmann ist Managing Direktor des Handelsblatt Research Institute und Chefökonom des Handelsblatts.

Die Weltkonjunktur und auch die deutsche Konjunktur stehen auf der Kippe. Der Hauptgrund dafür liegt in Europa. Wir sind in einer ähnlichen Lage wie Ende 2011: Die Euro-Krise spitzt sich zu, die Regierungen ringen mühsam um Lösungen, die Europäische Zentralbank wartet ab, weil sie nicht wieder der Retter in der Not sein will. Alles wartet auf den EU-Gipfel Ende des Monats. Bereiten wir uns also auf einen nervösen Juni an den Märkten vor.

Die Unsicherheit über das weitere Schicksal des Euro lastet zum einen direkt und zum anderen indirekt auf der deutschen Wirtschaft. Direkt, weil Unternehmen Investitionsentscheidungen verschieben und weil die Exportmärkte innerhalb der Euro-Zone längerfristig schwach bleiben werden. Indirekt, weil sich diese Unsicherheit zu hausgemachten Problemen in den USA und in den Schwellenländern gesellt und auch dort die Konjunktur belastet. Der Rückgang der deutschen Exporte im April zeigt, dass es der Industrie nicht in jedem Monat gelingen wird, das schwache Geschäft in Europa mit steigenden Exporten in den Rest der Welt mehr als zu kompensieren.

Das zweite Halbjahr dürfte schwächer ausfallen, als es noch vor wenigen Wochen den Anschein hatte. Doch damit die deutsche Konjunktur ganz kippt und in eine Rezession mündet, müsste in der Euro-Krise schon noch einiges schiefgehen. Auch von der Weltkonjunktur kommen ermutigende Signale: China hat mit einer Zinssenkung das Wachstum angekurbelt und in den USA wird die Notenbank nicht ausgerechnet im Wahljahr untätig bleiben, wenn die Wachstumsraten weiter sinken.

Darum hat die Bundesbank unter dem Strich recht, wenn sie in ihrer aktuellen Konjunkturprognose für Deutschland vorhersagt, dass im laufenden Jahr ein Wachstum von rund einem Prozent gelingen wird. Denn zum einen schwächeln die Exporte auf Rekordniveau, und zum anderen ist die Binnenwirtschaft bisher sehr stabil. Der deutsche Arbeitsmarkt ist in einem beneidenswerten Zustand, die Löhne steigen wie sehr lange nicht mehr und bisher hat sich der deutsche Konsument gegenüber der Euro-Krise resistent gezeigt.  

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