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Kommentar Deutschland braucht Anpassungsstrategien für den Klimawandel

Viele Länder, die stark von Hitze betroffen sind, haben sich mit verschiedenen Strategien an das Klima angepasst. Darum muss sich nun auch die Industrienation Deutschland kümmern.
04.12.2019 - 15:22 Uhr 1 Kommentar
Deutschland leidet verstärkt unter großer Hitze. Darauf müssen sich Staat und Bürger einstellen. Quelle: dpa
Trockenes Flussbett am Rhein

Deutschland leidet verstärkt unter großer Hitze. Darauf müssen sich Staat und Bürger einstellen.

(Foto: dpa)

Beim ersten Lesen mutet der von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch am Mittwoch vorgestellte Klima-Risiko-Index seltsam an. Deutschland im vergangenen Jahr unter den am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten weltweit? Die für die Landwirtschaft problematische Dürreperiode ist in Erinnerung geblieben, doch warum verzeichnet Deutschland für 2018 mehr als 1200 Todesopfer?

Die Erklärung ist einfach: Es sind vor allem die Hitzewellen, die den Deutschen zunehmend zu schaffen machen. Der Sommer 2018 war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes deutschlandweit nach 2003 der zweitwärmste. Der Klimawandel bedeutet nicht nur, dass sich die durchschnittliche Temperatur erhöht, sondern dass es immer mehr Extremereignisse gibt. Es werde rasant wärmer, mehr Hitzewellen bedrohten die Gesundheit, warnte der Wetterdienst zuletzt im November.

Im Rückblick, so berichteten jüngst Umweltministerium und Umweltbundesamt, zeichnet sich seit den 1970er Jahren bereits ein Trend zur Zunahme „heißer Tage“ ab, an denen der Tageshöchstwert 30 Grad Celsius und mehr beträgt. In Tropennächsten sinken die Temperaturen nicht unter 20 Grad, eine nächtliche Erholung ist dann vor allem für alte Menschen oder Kranke nicht mehr möglich.

Doch der Trend hat sich in den letzten Jahren weiter verstärkt. Seit Beginn des Jahrtausends hat es in Deutschland eine Reihe intensiver Hitzewellen gegeben. Zwischen 2000 und 2018 wurden acht der elf wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 beobachtet. Besonders viele Hitzetage wurden in den Jahren 2003, 2006, 2010, 2013, 2015 und 2018 registriert. 2018 traten in Deutschland durchschnittlich mehr als 20 „heiße Tage“ auf.

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    Die „Siesta“ hat einen guten Grund

    Hitzebelastung führt zu einem größeren Flüssigkeitsverlust, gar zu Wassermangel. Es steigt das Risiko für Thrombosen und andere Herzkreislauferkrankungen. Statistiken zeigen, dass in Jahren mit einer überdurchschnittlich hohen Zahl von Hitzetagen mehr Todesfälle auftreten als ohne Hitzewelle zu erwarten gewesen wäre.

    Demzufolge sind 2003 in Deutschland etwa 7500 Menschen mehr gestorben. 2018 forderte allein die Hitze laut Klima-Risiko-Index mehr als 1200 Todesopfer in Deutschland.

    Wie aber ist es zu erklären, dass Länder wie Spanien offenbar besser mit der Hitze zurechtkommen? Hier sind die Menschen an heißes Klima gewöhnt. Innenräume sind häufiger klimatisiert, Arbeit im Freien ruht in der Regel um die Mittagszeit. Die in den mittel- und nordeuropäischen Ländern viel bespottete „Siesta“ in Spanien – sie hat einen Grund.

    Das heißt nicht, sie auch hierzulande einzuführen und Abläufe in Wirtschaft und Gesellschaft vollkommen zu verändern, doch auch Deutschland wird nicht umhin kommen, sich mehr Gedanken über die Anpassung an heißere Tage zu machen – ob über den Städtebau, den Gebäudebestand, die Arbeitsbedingungen. Der Bedarf jedenfalls ist hoch.

    Umweltagentur EEA: „Wir müssen im kommenden Jahrzehnt handeln”

    Mehr: Wegen Temperaturschwankungen und extremer Witterung wurde 2018 deutlich mehr Energie gebraucht als in den Jahren zuvor. Dieser Trend könnte sich noch verschärfen.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Deutschland braucht Anpassungsstrategien für den Klimawandel"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Na endlich, vielleicht merkt das auch mal die Politik! Anpassung ist gefragt nicht der hysterische Glaubenskrieg gegen C02. Wir brauchen Geld für die Anpassung. Nach wie vor ist der Wasserdampf der Hauptverursacher für unser Klima sonst wäre es 18 Grad kalt. Der menschengemachte Anteil der Klimaerwärmung ist im Höchstfall die 0,013% ige Zunahme des C02 in der Atmosphäre, sofern der jetzige Anteil 0.041 beträgt und keiner spricht von der Erhöhung des Wasserdampfes durch die Zunahme der Verdunstung bei steigender Temperatur. So nebenbei, bei Verbrennung entsteht immer neben einem Molekül C02 ein Molekül H20, doch diese Menge ist zu vernachlssigen, heißt es. Das regnet ja wieder weg. Richtig, aber zwischenzeitlich ist es vorhanden. Da sollten mal die Herren Professoren Stellung beziehen.
      Über die Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung auf H20 oder C02 höre ich gar nichts und wie die Umwandlung des Spektrums der primären Sonnenstrahlung gerade auf die 2 infrarot Banden des C02 Spektrum gehen soll, das die Rückstrahlungsenergie absorbieren kann, bleibt ein Geheimnis. Auch in diesem Spektrum hat H20 die deutlich größere Absorptionsbreite.
      Liebe Greta, glaub den Professoren nicht alles, lies im Internet nach, wenn sie sich streiten, da kannst du viel lernen und die Herren und Damen des IPCC forschen nur nach dem menschengemachten Anteil und da die Klimaerwärmung parallel zur C02 Zunahme geht, ist C02 der Verursacher, deshalb bringt ja auch der Storch die Kinder. Das ist der Unterschied zwischen einem causalen und einem analogen Nachweis. Bis dann zum nächsten Regenguß....

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