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Die ökonomische Aufholjagd in Ostdeutschland ist zum Stillstand gekommen. Ohne eine Perspektive droht sich der AfD-Aufschwung zu verfestigen.

Kommentare

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  • Sehr geehrter Herr Afhüppe,

    ich kriege Zahnweh wenn ich höre, wie Journalisten und Politiker die Aufgabe unterschätzen. Bleiben wir zunächst einmal bei den Neuen Bundesländern. Sie werden nunmehr 30 Jahren mit einer aktiven Strukturpolitik gefördert. Der finanzielle Aufwand dürfte etwa 5 Billionen Euro betragen haben. Aber die Bilanz ist gemischt. Die Förderung hatte unbestreitbar große Erfolge, aber anscheinend fühlen sich die Bewohner der geförderten Regionen dennoch benachteiligt und abgehängt.

    Und wie ist das mit dem Ruhrgebiet. Dort versucht man seit rund 60 Jahren, für die wegbrechenden Arbeitsplätze bei Kohle und Stahl Ersatz zu finden. Auch hier sehen wir größte Anstrengungen. Aber trotz des sehr langen Zeitraums ist auch hier die Bilanz sehr gemischt.

    Als drittes Beispiel hätten wir noch den Mezzogiorno, also den Süden Italiens. Dass dessen Wirtschaftskraft seit 150 Jahren nicht im entferntesten an die nördlichen Regionen heranreicht, ist allseits bekannt.

    Was auch lohnt, ist ein Blick nach Schwarzafrika. War die Entwicklungspolitik, die die westlichen Industrieländerbetrieben haben, wirklich ein durchschlagender Erfolg? Sind Armut und Rückständigkeit endgültig beseitigt?

    Oder sollten wir vielleicht ganz andere Fragen stellen? Ob die Erfolgsgeheimnisse der AfD nicht ganz wesentlich darauf beruhen, auf uneinlösbare Wahlversprechen zu verzichten? Dass diese Partei uns gar nicht erst einzureden versucht, mit einigen wenigen Maßnahmen könne man die Neuen Länder ganz weit nach vorne bringen.

  • Ich kann das Wort "Abgehängt" nicht mehr hören. Im Ruhrgebiet z,B. hat man sich nie abgehängt gefühlt. Die Leute wollen dort einfach entspannt und unbehelligt von Anforderungen leben. Im Übrigen: Das BIP im Ruhrgebiet ist seit 2000 um fast 50% gestiegen. Das ist der höchste Prozentwert aller Regionen. Die Menschen im Ruhrgebiet möchten in Ruhe gelassen werden. Für den Rest der Republik interessiert sich dort niemand. Über die Ehrgeizlinge in Hessen Bayern und BW, lachen die da nur.

  • Unter den 30 grössten Unternehmen der 1930er Jahre waren aber auch nur Junkers und Auto Union in Ostdeutschland (ohne Berlin).

  • Nur der Korrektheit wegen - Jena war schon immer ein Zentrum der Optikbranche, auch schon zu DDR-Zeiten. Es hat sich also nicht erst nach der Wende entwickelt, sondern wurde nach der Wende zu einem Weltkonzern auf diesem Terrain.

Mehr zu: Kommentar - Deutschland braucht einen Rettungsplan für die Abgehängten

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