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Kommentar Deutschland – Das Land der Pleiten, Pech und Pannen

Auch Außenminister Maas ist mit einem Regierungsflieger liegengeblieben. Ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft: Überall funktioniert technisch etwas nicht.
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Der SPD-Politiker ist zum Abschluss seiner Westafrika-Reise wegen eines Hydraulikschadens in Mali liegen geblieben. Quelle: dpa
Außenminister Maas im malischen Bamako

Der SPD-Politiker ist zum Abschluss seiner Westafrika-Reise wegen eines Hydraulikschadens in Mali liegen geblieben.

(Foto: dpa)

Maas, Merkel, Scholz, Müller: Die Liste der gestrandeten Regierungsmitglieder wird immer länger. Auch den Bundespräsidenten hat es schon erwischt. Man hat langsam den Eindruck, die Regierungsflieger machen alles, nur fliegen tun sie nicht. Die Kanzlerin musste im Dezember 2018 mit einer Linienmaschine von Iberia zum G20-Gipfel nach Buenos Aires fliegen.

Bei ihrer letzten Reise Anfang des Jahres nach Japan wurde die Delegation Merkels mit den Worten verspottet: Schön, dass der Flieger angekommen ist. Was sagt uns diese Serie an Peinlichkeiten?

„Made in Germany“ steht nach wie vor als Prädikat für Qualität. Früher galten aber die Deutschen als pünktlich. Heute stellt sich das Protokoll der politischen Gastgeber schon einmal darauf ein, dass es zeitliche Schwierigkeiten geben könnte. Über die Schwierigkeiten in der Luft könnte man nun locker hinwegsehen, es sind auch schon neue Maschinen bestellt. Zu Wasser und zu Erde sieht es jedoch derzeit nicht viel besser aus.

Die Welt lacht über die Endlosgeschichte der Nichteröffnung des neuen Flughafens in Berlin. Geschenkt. Genauso wie die Klage über die Funklöcher im Land. Der Bundeswirtschaftsminister löst das Problem ganz pragmatisch und lässt sich einfach kein Gespräch mehr mit ausländischen Kollegen ins Dienstauto durchstellen. Die Unterbrechungen seien ihm einfach zu peinlich. Was man verstehen kann.

Doch die neueste Pleite um das Schulschiff der Marine, die „Gorch Fock“, ist ein weiterer Imagekratzer, der nicht nur in Deutschland Kopfschütteln auslöst. Das Ganze ist eine Investitionsruine und könnte am Ende Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den politischen Kopf kosten.

Nicht zu vergessen die Bahn. Hier hat die Politik inzwischen dafür gesorgt, dass das Geschäftsmodell hauptsächlich aus Verspätungsmanagement besteht. Früher hieß es einmal: Du bist ja pünktlich wie die Eisenbahn. Daran können sich allerdings nur noch die Älteren erinnern.

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1 Kommentar zu "Kommentar: Deutschland – Das Land der Pleiten, Pech und Pannen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Sigmund, der Michael Klonovsky kann es besser als Sie (haben Sie vielleicht ein klein wenig abgeguckt bei ihm? ;-) ):
    "Dass die Regierungsmaschine wegen eines mysteriösen Defekts notlanden und die Kanzlerin in einen Linienflug umsteigen muss, um zum G20-Gipfel zu kommen, so etwas gab es weder beim Führer noch in der DDR, und die Zustände in der Bundeswehr oder am Berliner Großflughafen deuten an, dass eine Art Struktur dahinterstecken könnte. (...)
    Vielleicht handelt es sich um eine Überinterpretation, aber mir kommt es vor, als erlebte ich die schleichende BANANENREPUBLIKANISIERUNG einer einstigen Hochtechnologienation. Es würde mich nicht wundern, wenn dereinst das erste deutsche Flugzeug wegen Wartungsmängeln vom Himmel fällt..."
    http://www.freitum.de/2018/12/verelendung-in-berlin-und-anderswo.html

    Sie wissen vermutlich jedoch, dass die Antwort auf die Frage, weshalb diese Bananenrepublikanisierung der BRD im Gange ist, in allerhöchsten Maße politisch unkorrekt ist - und vermeiden sie daher.
    Kleiner Denkanstoß:
    Jährlich verlassen rund 140.000 Menschen Deutschland (die meisten Auswanderungen innerhalb der OECD). Die beliebtesten Ziele sind: USA, Großbritannien und die Schweiz. Das sind überwigend Produktivkräfte. Warum ist das so? Wer wandert im Gegenzug in die BRD ein?