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Kommentar Deutschland gerät bei Tech-Börsengängen ins Abseits

In Deutschland drängen anders als in den USA und China keine prominenten Börsenaspiranten mit Tech-Appeal an den Markt. Das ist ein Problem für den Standort.
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Manuel Neuer begleitete den IPO von Siemens Healthineers im März 2018. Quelle: Reuters
Prominentes Gesicht an der Börse

Manuel Neuer begleitete den IPO von Siemens Healthineers im März 2018.

(Foto: Reuters)

Für dieses Jahr türmt sich in den USA die nächste, ganz große Welle an Börsengängen auf. Zwar ist es in den kommenden Wochen wegen der aktuell extrem hohen Kursschwankungen eher unwahrscheinlich, dass ein Unternehmen ein sogenanntes Initial Public Offering – abgekürzt IPO – wagt.

Aber bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wird es zu einer Reihe von Megaemissionen kommen. Es bereiten sich beispielsweise der Fahrdienst Uber, der Onlinevermarkter Pinterest und der Arbeitsplatz-Messengerdienst Slack vor – auch der Zimmervermittler Airbnb gilt als ein Kandidat.

Alle Welt wird also wieder über die Technologiefirmen aus den USA sprechen, ihre hohen Bewertungen und die potenziellen Wachstumschancen, und über Konzerne diskutieren, die noch keinen Gewinn machen.

Über deutsche „Techies“ wird dagegen niemand reden. Und damit wären wir auch bei einem wesentlichen Problem für den Standort Deutschland. Denn der Finanzplatz Frankfurt droht weiter ins Abseits zu geraten, weil hier keine prominenten Börsenaspiranten mit Tech-Appeal an den Markt drängen.

Im vergangenen Jahr war mit Siemens Healthineers wenigstens noch ein Hauch von digitaler Technik auf das Parkett gelangt, doch dieses Jahr sieht es eher nach Fehlanzeige aus.

Die Flaute bei den Tech-Börsengängen war unter dem früheren Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel über einen „runden Tisch“ schon einmal zur Chefsache in Berlin aufgestiegen. Danach verlief sie aber wieder im Sand. Banken, Berater, Venture-Capital-Investoren und Start-up-Unternehmer sollten sich 2019 noch einmal zusammensetzen und einen neuen Anlauf wagen. Sonst findet die digitale Börsenzukunft woanders statt.

Zur Untermauerung der Dringlichkeit noch drei Zahlen der Beratungsgesellschaft EY: In den USA gab es 2018 gut 200 IPOs, in China (mit Hongkong) mehr als 300 – in Deutschland waren es dagegen keine 20 Börsengänge.

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