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Kommentar Deutschland sollte Flüchtlinge aufnehmen statt auf Europa zu warten

In Deutschland gibt es eine „Koalition der Willigen“: Kommunen wollen Flüchtlinge aufnehmen. Das sollte die Bundesregierung nutzen.
05.03.2020 - 17:42 Uhr 11 Kommentare

10.000 Migranten im Niemandsland an griechisch-türkischer Grenze

Luxemburg macht es vor. Das kleine Land, das gemessen an der Einwohnerzahl mehr Asylbewerber aufgenommen hat als Deutschland, will Flüchtlingskindern Schutz bieten. Auch Finnland und Frankreich haben sich zu einer humanitären Geste bereit erklärt.

Es ist eine kleine „Koalition der Willigen“, der Deutschland sich rasch anschließen sollte. Denn hierzulande gibt es eine solche Koalition längst.

Einige Bundesländer und Kommunen haben Platz für Flüchtlinge von den griechischen Inseln oder aus dem türkisch-griechischen Grenzgebiet und dies auch kundgetan. Die SPD hat im Bundestag nur deshalb gegen einen Grünen-Antrag zur Aufnahme von 5000 Flüchtlingen gestimmt, weil eine Neuauflage des Asylstreits wohl endgültig zum Scheitern der Großen Koalition führen würde.

Innenminister Horst Seehofer, der tief im Herzen immer auch Sozialpolitiker geblieben ist, und die Union sollten rasch den Weg für die Aufnahme eines Flüchtlingskontingents frei machen. Mit knapp 147.000 registrierten Asylsuchenden im vergangenen Jahr ist noch Luft bis zur „Obergrenze“ von 200.000, die sich die Große Koalition selbst gesetzt hat.

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    Natürlich wird es eine Sogwirkung geben, wenn Deutschland jetzt ein Kontingent aufnimmt; noch mehr Flüchtlinge werden sich dann ins türkisch-griechische Grenzgebiet aufmachen oder von Ankara dort hingetrieben werden. Aber zumindest den Schutzbedürftigsten zu helfen gebietet die Menschlichkeit.

    Kinder können nichts dafür, dass in Syrien Krieg geführt wird oder dass ihre Eltern versuchen, Armut und Perspektivlosigkeit zu entfliehen. Sie sind nur die, die am stärksten leiden.

    Auf eine gesamteuropäische Lösung zu hoffen dürfte vergeblich sein. Europa zeigt lieber Muskeln statt Herz; EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen spricht ganz ungeniert von Griechenland als „Schild Europas“. Ausbaden müssen es die Menschen, die zu Schachfiguren im Machtspiel zwischen Brüssel und Ankara geworden sind. Ein Trauerspiel.

    Mehr: EU kündigt Sofortmaßnahmen und Härte gegen „illegale Grenzübertritte“ an

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    11 Kommentare zu "Kommentar: Deutschland sollte Flüchtlinge aufnehmen statt auf Europa zu warten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "wir schaffen das" - ist doch klar... Seit 2015 stieg die Wählerzahl der AFD. bis auf 25% im Osten. Wenn wir diese Situation auch in Westdeutschland wollen, können wir noch mehr Menschen aufnehmen. Die Schulen können die jetzigen Kinder schon nicht ausbilden, da die Lehre "leider" nur deutsch sprechen. Die Wohnungssituation ist in den Städten sehr angespannt, da die Flüchtlinge nicht auf dem Land wohnen.

      "wir schaffen das" sollte nicht der Spruch von Herrn Gauland werden, wenn er auf eine Wahlveranstaltung die 25% der AFD für ganz Deutschland ausruft.

    • Herr Specht, gerne können Sie in Ihr Wohnzimmer so viele Flüchtlinge wie nur möglich reinpacken, aber verschonen Sie uns BITTE von Ihrem Weltenrettungswahn bar jeglichem Realitätssinn.

    • Ihre Meinung in Ehren, aber wir können nicht die Welt retten. Deutschland ist 2015 in einen extremen Maß vorangegangen, nun ist Schluß. Wir müssen erst einmal das verdauen, was wir uns aufgebürdet haben. Warum fragen Sie eigentlich nicht mal zB nach Saudi Arabien oder den Emiraten. Die haben genug Mittel und kulturell und sprachlich gibt es auch weniger Probleme, den Menschen zu helfen.

    • Danke Herr Oser

    • Was mich an der gegenwärtigen Flüchtlingsdiskussion wirklich amüsiert, ist der Tatbestand, daß ausgerechnet die "armen Schweine", die zur Miete wohnen und die durch die Wohnungsnot hohen Mieten kaum bezahlen können, nun in Städten herumkrakelen, doch bitte noch mehr "arme Schweine" ins Land zu lassen.

    • Zitat Peter Scholl-Latour: "Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!"
      Es handelt sich auch nicht um unbegleitete Kinder, selbst Frauen mit Kindern muss man medial suchen um diese vorzuzeigen, das ist der typische Medienfake. Es sind wie man am Grenzzaun zu Griechenland sehen konnte, junge gewaltbereite Männer, die kein Gesetz außer ihr eigenes respektieren. Bei Syrischen Flüchtlingen ist der Fluchtgrund klar, aber warum sind sehr viele sog. Flüchtlinge aus den MAGHREB Staaten darunter??
      Was mir aber auffällt, das beim HB Kommentatoren arbeiten, die den Unterschied der Begriffe „Obergrenze“ und „Mindestmenge“ nicht kennen. Obergrenze heißt ganz klar, so wenig wie nötig, aber max. nur bis zu 200.000 und nicht mindestens wie hier fälschlicherweise suggeriert wird. Qualitätsjournalismus sieht anders aus.
      Zum Thema wir wären ein reiches Land, warum haben Alleinerziehende mit Kindern, Rentner, Menschen mit prekären Arbeitsverhältnissen dann solche finanziellen Probleme?? Warum sind unsere Straßen und Brücken, die gesamte Infrastruktur so marode, schnelles Internet Bundesweit ein Traum, unser Eisenbahnschienennetz stammt größtenteils aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts und ist nicht Hochgeschwindigkeitstauglich, Bundeswehr -Motto "Frieden schaffen mit kaputten Waffen“.
      Aber bei der Flüchtlingsaufnahme sind wir immer in der ersten Reihe, Geld spielt hier keine Rolle das sparen wir bei anderen ein, wir wollen immer mehr Flüchtlinge ins Land holen nach dem Motto, „enough is not enough“. Wir haben 2015 nicht einmal ansatzweise bewältigt, das Märchen die Flüchtlinge hätten Jobs ist lachhaft, hier wird mit Statistischen Tricks gearbeitet um dies zu suggerieren. Keiner sagt uns die wahren Kosten für die Flüchtlinge vor lauter Angst es könnte ein Entrüstungssturm in der Bevölkerung losbrechen.
      Bevor wir weitere Flüchtlinge aufnehmen sollten wir vor Ort helfen was hundertmal sinnvoller wäre.

    • Herr Specht fangen Sie doch damit an.

    • Das Hauptproblem ist, dass sich Dank dem Internet die bedingunslosen deutschen Sozialleistungen bis in den letzten Winkel dieser Erde herumsprechen. Anerkannte oder geduldete Flüchtlinge sorgen dafür, dass es sich sehr schnell herumspricht, wie man diesen begehrten "Status" erhält.

      So lange Deutschland die weltweit einzigartigen Sozialleistungen für alle Flüchtlinge bietet, wird der Zustrom nicht weniger, im Gegenteil! Allein die Tatsache, dass manche Flüchtlinge besser gestellt sind als deutsche Rentner zeigt die Absurdität unserer Sozialleistungen für Menschen aus fremden, teilweise sogar feindlichen Kulturen.

      Die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen ist ein völlig falsches Signal, das nur weitere Wirtschaftsflüchtlinge nach Deutschland zieht!

      90% der Syrer sind Araber. Warum fliehen diese Menschen nicht zu ihren Glaubensbrüdern in das sehr viel näher gelegene Saudi Arabien?

      Deutschland braucht schnell Änderungen im Asylgesetz! Ohne Änderungen ist es nicht sehr schwierig die weitere Entwicklung unseres Sozialsystems und der ganzen Republik vorherzusehen. Spätestens bei der nächsten Wahl ist das Geschrei der Altparteien dann groß.

    • Hallo Herr Specht !
      Wehret den Anfängen, kann man da nur sagen, denn aus den 5.000 Flüchtlingen - wenn es überhaupt welche sind- werden schnell durch den Familiennachzug mehrfache Zahlen. Auch sollte man zur Kenntnis nehmen, das es sich überwiegend um afrikanische Wirtschaftsmigranten handelt, die nur den Wunsch haben, in unser Sozialsystem einzuwandern. Darauf können wir sehr gut verzichten.

    • Wir sind heute endgültig in einer Situation, dass die EU nur mit einer Sprache sprechen kann! Alles andere ist von den entsprechenden Mitgliedern - wie bisher - nur Rosinen-Pickerei. Sonst kommen wir nie zu einer funktionierenden EU mit gleichen Rechten - aber auch Pflichten.

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