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Kommentar Die Aktionäre der Deutschen Bank brauchen viel Geduld und gute Nerven

In einer Woche muss Vorstandschef Christian Sewing den Beweis erbringen, dass die neue Strategie funktioniert. Das Investorentreffen ist Chance und Risiko zugleich.
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Deutsche Bank: Aktionäre brauchen viel Geduld und gute Nerven Quelle: imago images / sepp spiegl
Vorstandschef Christian Sewing

Der Investorentag am 10. Dezember wird zur Nagelprobe für die neue Strategie.

(Foto: imago images / sepp spiegl)

In genau sieben Tagen lädt die Deutsche Bank zu ihrem großen Investorentag in die Doppeltürme an der Frankfurter Taunusanlage. Für Vorstandschef Christian Sewing ist das Treffen mit Analysten und Fondsmanagern eine große Chance und ein großes Risiko zugleich.

Eine Chance, weil Sewing quasi zum ersten Mal die Gelegenheit bekommt, en détail zu zeigen, wie die Sanierung des größten deutschen Geldhaues läuft. Die Zahlen für das dritte Quartal haben darüber keinen großen Aufschluss gegeben, weil die Ankündigung der Grundsanierung im Juli eine derartige Zäsur war, dass sie quasi das gesamte Vierteljahr überstrahlt hat. Jetzt kann Sewing seinen Kritikern beweisen, dass die Bank tatsächlich in der Lage ist, die selbst gesetzten Ziele zu erfüllen.

Ein Risiko ist der Investorentag für das Top-Management des Geldhauses, weil sich die Bank einen Fehlschlag nicht leisten kann. Die Haltung der leidgeprüften Aktionäre als latentes Misstrauen zu beschreiben ist eigentlich eine Untertreibung.

Die Beweislast, dass die neue Strategie funktioniert, liegt eindeutig aufseiten der Bank. Zu oft schon hat das größte heimische Geldhaus die eigenen Ziele bereits verfehlt, zu oft erwiesen sich ausgefeilte Sanierungspläne schon nach kurzer Zeit als Makulatur.

Das Problem für Sewing und seine Vorstandskollegen: Seit sie die neue Strategie auf den Weg gebracht haben, ist das Umfeld für alle europäischen Banken noch einmal deutlich rauer geworden, vor allem durch die Zementierung der Minuszinspolitik der Europäischen Zentralbank.

Sollte es die Bank trotz des schärferen Gegenwinds schaffen, in diesem Jahr die Vorgaben des Sanierungsplans einzuhalten, wäre das schon ein Erfolg. Es wäre ein erster Schritt, das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen. Dem müssten allerdings viele weitere Schritte folgen. Denn wer die Deutsche Bank auf ihrem Sanierungsweg als Investor begleiten will, der wird viel Geduld brauchen und ziemlich gute Nerven.

Mehr: Deutsche-Bank-Chef: „Ich darf keine Rücksicht nehmen.“

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