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Kommentar Die Angst vor Amazon ist berechtigt

Weltweit regt sich Widerstand gegen Amazon. Um seine eigene Dominanz zu behaupten, kann der Onlinehändler ganze Branchen und Märkte niederwalzen.
15.01.2020 - 16:28 Uhr Kommentieren
Der US-Konzern hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Er kann es sich leisten, Geld zu verlieren. Quelle: AFP
Proteste in Indien gegen Amazon

Der US-Konzern hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Er kann es sich leisten, Geld zu verlieren.

(Foto: AFP)

Indien fürchtet sich vor dem „Monster“ Amazon: CEO Jeff Bezos wird bei seinem Besuch in dem Land von riesigen Protesten empfangen. Die örtlichen Konkurrenten warnen vor „ökonomischem Terrorismus“. Die Wettbewerbshüter ermitteln wegen Preisdumping.

Die Angst der Inder ist berechtigt. Amazon hat gezeigt, dass es ganze Branchen oder auch Märkte plattwalzen kann, um seine eigene Dominanz zu behaupten. Dabei hat der US-Konzern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Er kann es sich leisten, Geld zu verlieren.

So wie Amazon auch in Nordamerika lange Jahre nicht auf den Gewinn geschaut hat, so geht Amazon auch in neuen Geschäftsfeldern oder eben Ländern vor. Die zugekaufte Supermarkt-Kette Whole Foods muss ebenso wenig sofort Gewinn abwerfen wie die internationalen Töchter. Zuletzt hat Amazon in der internationalen Sparte bei 66 Milliarden Dollar Umsatz mehr als zwei Milliarden Dollar Verlust geschrieben.

Amazon investiert in Logistikzentren und Onlineläden weltweit. Es nimmt die Händler mit attraktiven Angeboten unter Vertrag und verkauft seine Alexas, Kindles und Prime-Abos zu günstigen Preisen, um die Kunden an sich zu binden. Wenn der Datenspezialist allerdings den Markt erst einmal verstanden hat und weiß, was die Kunden wollen und wofür sie bereit sind zu zahlen, dann lässt er Kunden und Partner gleichermaßen fallen.

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    Mit eigenen Produkten ersetzt oder verdrängt er die Händler, und auch die Kunden zahlen auf einmal mehr. Schließlich steht nicht mehr der Preis, sondern die Bequemlichkeit im Mittelpunkt. Zu dem Zeitpunkt sind die Kunden schon so sehr an den Service gewöhnt, dass sie auch höhere Preise akzeptieren.

    Dank des profitablen Geschäfts in Amerika und mit den Web-Diensten von AWS hat Amazon den langen Atem, um neue Geschäfte und Länder zu erobern. Nur ein Land kann Indien Hoffnung machen: China. Dort konnte Amazon die Dominanz von Alibaba und JD.com nicht brechen und zog sich zurück.

    Mehr: Indische Kleinunternehmer sehen sich durch den US-Konzern bedroht. Mit der Investition will CEO Jeff Bezos ihnen helfen, ihr Online-Geschäft aufzubauen.

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