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Kommentar Die Angst vor der Schuldenfalle: in Italien wächst wieder

Allein wird die Finanzbranche den Coronaschock in Italien nicht auffangen können. Die Vergangenheit rächt sich nun.
12.03.2020 - 18:05 Uhr Kommentieren
Das Coronavirus trifft Italien zu einem Zeitpunkt, wo alle Zeichen gerade wieder auf Minus drehen. Quelle: dpa
Coronavirus in Turin

Das Coronavirus trifft Italien zu einem Zeitpunkt, wo alle Zeichen gerade wieder auf Minus drehen.

(Foto: dpa)

Hilft schon das Lob der Weltgesundheitsorganisation für die „aggressiven“ Maßnahmen Italiens, um das Coronavirus zu bekämpfen? Oder die Worte „Wir sind alle Italiener“ von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen?

Das tut den traumatisierten Italienern gut, doch die meisten Experten sagen, dass es noch Monate dauern kann, bis die ersten Erfolge zu sehen sind und das Land zur Normalität zurückkehrt.

Italien ist doppelt getroffen. Die höchste und schnellste Verbreitung von Covid-19 außerhalb Chinas und eine erschreckende Zahl von Todesfällen sind das eine. Wie auch die sich jetzt schon abzeichnenden existenzbedrohenden Folgen für die Wirtschaft.

Das andere sind die Probleme, die die drittgrößte Volkswirtschaft im Euro-Raum seit Jahren mit sich schleppt: die rekordhohe Staatsverschuldung, die ungebremste Ausgabenpolitik, die Wachstumsschwäche und die Renditeprobleme der Banken.

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    Alles zusammen ergibt einen toxischen Mix. Denn die Pandemie trifft das Land zu einem Zeitpunkt, wo alle Zeichen gerade wieder auf Minus drehen. Die Rezession wäre auch ohne die Coronaseuche gekommen. Auch die Nachfolgeregierung der Populisten ist keine notwendige Reform angegangen.

    Doch jetzt sind alle Gewinne weg

    In der Finanzbranche dagegen sah es besser aus. Gute Jahresabschlüsse der Großbanken, hohe Dividenden, immer weniger notleidende Kredite in den Büchern und eine momentan durch die Krise ins Stocken geratene Fusion waren positive Signale.

    Doch jetzt sind alle Gewinne weg und die Verluste immens. Spätestens die Halbjahreszahlen werden das Desaster offenbaren. Die Refinanzierung wird zusehens schwieriger, die Liquiditätsengpässe größer.

    Die Regierung wird mit ihrem Hilfspaket die Banken in die Pflicht nehmen. Es sieht nicht gut aus. Dieses Mal sollte Roms Ruf nach Europa und nach einem Abweichen von strikten Regeln ernstgenommen werden – nicht so wie bei der Flüchtlingskrise.

    Mehr: Italien legt das öffentliche Leben lahm und sieht sich damit als Modell für andere Länder. Der Premier verspricht: Weitere Einschränkungen wird es nicht geben.

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