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Kommentar Die Autoindustrie ist krisenerprobt

Deutschlands Autobauer werden den Corona-Schock verdauen. Sie haben in der Finanzkrise genug Erfahrung mit außergewöhnlichen Belastungen gesammelt.
12.03.2020 - 16:32 Uhr 1 Kommentar
Die Autoindustrie weiß, wie man mit schwierigen Lagen umgeht. Quelle: dpa
Porsche-Produktion

Die Autoindustrie weiß, wie man mit schwierigen Lagen umgeht.

(Foto: dpa)

Wenn Volkswagen, Audi und BMW kommende Woche ihre Zahlen vorlegen, dann wird die Coronakrise das beherrschende Thema sein. Nach China trifft die Pandemie nun auch den Rest der Welt, und alle Prognosen sind damit Makulatur. In den kommenden Monaten wird es zu herben Absatz- und Produktionseinbrüchen kommen. Die Frage ist nicht mehr, ob die Krise die Autoindustrie erwischt, die Frage ist vielmehr, wie stark die Branche in Mitleidenschaft gezogen wird.

So tief der Einbruch auch wird: Die deutschen Autobauer haben in der Finanzkrise 2009 gelernt, wie sich eine solche Situation beherrschen lässt. Produktion und Belegschaften sind flexibel, die Absätze über die ganze Welt gut verteilt, sodass sich regionale Unwuchten einigermaßen ausbalancieren lassen.

VW, BMW und Daimler verfügen über große Liquiditätspolster. Gelingt den Unternehmen gemeinsam mit Gewerkschaften und Politik ein ähnlich gutes Krisenmanagement wie 2009, dann könnte der ökonomische Schaden beherrschbar bleiben.

Das ist auch nötig, denn die größere Herausforderung bleibt die Transformation in die Digitalisierung und die Elektromobilität. Hier tut sich die Branche schwer. Nach Jahren des Zögerns und Zauderns kommen die Elektromodelle auf den Markt. Doch der erste Aufschlag ist ernüchternd: Der Mercedes EQC verkauft sich schleppend. Die Produktion des Audi E-tron stockt, weil es an Batterien mangelt.

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    Nun schlägt VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh Alarm. Die Produktion des Golf 8 kommt wegen gravierender Software-Probleme nicht in die Gänge. Das Gleiche gilt für das Stromauto ID.3, auch hier wackelt wegen Problemen mit der Elektronik die Auslieferung.

    Absatzkrisen zu managen gehört in das inzwischen gelernte Repertoire der Automobilindustrie, die Transformation in neue Technologien nicht. Wie lange die Coronakrise auch dauern mag, Elektroantrieb und Digitalisierung bleiben die größere Herausforderung.

    Mehr: Volkswagen sieht langsame Rückkehr zur Normalität in China

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Die Autoindustrie ist krisenerprobt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich bin nicht ganz ihrer Meinung. Gerade Daimler hat sich bereits vor Ausbruch des Coronavirus in einer schwierigen Phase verbunden mit sinkenden Aktienkursen befunden. Der Mobilitätswandel hin zur Elektromobilität bzw. etwaigen Alternativen bereitet dem Unternehmen große Schwierigkeiten. Hinzu kommen nun die Entwicklungen der letzten Tage und Wochen. Allein der Tagesverlust von aktuell 17% zeugt davon in welcher Kriese sich Daimler befindet.

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