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Kommentar Die Bankfiliale steht noch lange nicht vor dem Aus

Die Coronakrise beschleunigt zwar den Abbau von Filialen. Doch das heißt nicht, dass Geldhäuser völlig auf Geschäftsstellen verzichten könnten.
23.06.2020 - 11:39 Uhr Kommentieren
Viele Banken und Sparkassen hatten Filialen im Zuge der Coronakrise geschlossen, nun öffnen sie diese nach und nach wieder – oder auch nicht. Quelle: imago/Ralph Peters
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Viele Banken und Sparkassen hatten Filialen im Zuge der Coronakrise geschlossen, nun öffnen sie diese nach und nach wieder – oder auch nicht.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Die Coronakrise gilt als Beschleuniger für die Digitalisierung, auch bei Banken. An einer Stelle wird dies auch direkt für die Kunden sichtbar: Die ersten Geldhäuser machen Filialen, die sie wegen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie geschlossen hatten, dauerhaft dicht.

Beobachter rechnen damit, dass etliche Kreditinstitute diesem Beispiel folgen werden und geplante Schließungen von Filialen vorziehen. Deren Zahl ist bereits deutlich gesunken.

Es gibt gute Gründe dafür: Erstens besuchen viele Kunden und Kundinnen die Geschäftsstellen kaum noch, die Mehrzahl erledigt Bankgeschäfte online. Und die Nutzung des Onlinebankings dürfte nun noch einmal gestiegen sein. Zweitens können die Geldhäuser sparen, wenn sie Filialen schließen. Angesichts von Negativzinsen und starkem Wettbewerb stehen viele Kreditinstitute unter wirtschaftlichem Druck.

Beides wird auch in Zukunft gelten. Trotzdem bedeutet die Entwicklung noch lange nicht das Ende der Bankfiliale.

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    Noch kommen viele Kunden nicht ohne eine Geschäftsstelle aus. So gibt es Sparkassen und Volksbanken, bei denen nur die Hälfte oder etwas mehr als die Hälfte der privaten Kunden auch tatsächlich regelmäßig die Bankgeschäfte per Internet abwickelt. Manche Kunden haben nach wie vor Sicherheitsbedenken beim Onlinebanking, anderen fehlt es an technischer Ausstattung oder Know-how dafür.

    Gerade für die regional verwurzelten Geldhäuser sind Filialschließungen ohnehin ein Balanceakt. Für sie gehört die Präsenz vor Ort zum Selbstverständnis – und im Fall der Sparkassen zu ihren Aufgaben.

    Dass es weiterhin Filialen geben wird, macht auch ein anderes Phänomen wahrscheinlich: Viele Banken schließen einerseits Filialen, andererseits modernisieren sie die verbleibenden. Den traditionellen Geldhäusern bleibt wenig anderes übrig. Andernfalls würden sie sich nur noch in einem Punkt von Onlinebanken unterscheiden: dadurch, dass sie teurer sind.

    Mehr: Deutsche Bank und Postbank denken über gemeinsame Filialen nach.

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