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Kommentar Die Batterie könnte dem Apple-Auto einen Vorsprung verschaffen

Der Konzern meint es offenbar ernst mit seiner Strategie für den Autobau. Einmal mehr zeigt sich: Batterien sind eine Schlüsseltechnik – bei Elektroautos oder Smartphones.
22.12.2020 - 18:55 Uhr 2 Kommentare
Apple ist dabei offenbar ein  Durchbruch bei der Batterietechnik gelungen. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Batterie für ein Elektroauto

Apple ist dabei offenbar ein Durchbruch bei der Batterietechnik gelungen.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Düsseldorf Die Geschichte der globalen Autoindustrie ist übersät mit bankrotten Herstellern und gescheiterten Start-ups. Die Branche ist brutal, das Geschäft erfordert viel Kapital, das Produkt ist komplex und technisch anspruchsvoll. Auch das erklärt die außergewöhnliche Leistung von Tesla, einem der ersten neuen Autohersteller seit Jahrzehnten.

Da verwundert es wenig, dass Apple seit fast sieben Jahren an einem Einstieg in den Automarkt arbeitet, ohne sich bislang auf Details festzulegen. Immer wieder strukturierte Apple sein „Projekt Titan“ um, holte neue Chefs und entließ im vergangenen Jahr zahlreiche Mitarbeiter.

Aber jetzt scheint sich der Konzern zu einem ernsthaften Vorstoß entschlossen zu haben. Schon im Jahr 2024 könnte Apple laut US-Medienberichten ein eigenes oder in Kooperation mit einem Autokonzern hergestelltes Fahrzeug auf die Straße bringen.

Im Grundsatz reagiert der iPhone-Hersteller auf einen Markt, der sich durch die Technologie des autonomen Fahrens und elektrische Antriebe grundlegend verändert. Das Auto wandelt sich vom Transportmittel zum Datenträger, vereinfacht gesagt: zu einem iPhone auf Rädern.

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    Apple ist dabei offenbar ein Durchbruch bei der Batterietechnik gelungen. Der Konzern will große Zellen mit Lithium-Eisenphosphat betreiben. In China werden sie bei Elektroautos verwendet, aber die Nachteile wiegen bisher im wahrsten Sinne des Wortes schwer. Die Materialkombination weist eine geringere Energiedichte auf, die Batterien sind bei gleicher Leistung entsprechend schwerer und größer.

    Gelingt es Apple, die Nachteile aus der Welt zu schaffen, wäre das in der Tat erstaunlich. Dann würden Lithium-Eisenphosphat-Batterien ihre Vorteile ausspielen können. So sind sie beispielsweise sicherer, weil schwerer brennbar. Das hätte große und vorteilhafte Auswirkungen auf den Karosseriebau und andere Fahrzeugmerkmale.

    Es zeigt sich: Batterietechnik ist eine Schlüsseltechnologie. Auch Tesla sieht das so und hielt dazu eigens vor einigen Monaten einen „Battery Day“ ab. Wenn Apple und Tesla darauf setzen, sollte das jedem Ingenieur und Automanager zu denken geben.

    In Deutschland arbeitet bislang nur Volkswagen intensiv an einer eigenen Batterie- und Zellproduktion. Es wird Zeit, dass sich die deutschen Hersteller intensiver mit dem Thema beschäftigen. Sonst könnte bald ein Apple-Logo an vielen Premiumfahrzeugen prangen.

    Mehr: Neue Gerüchte: Apple will 2024 ein Auto auf den Markt bringen.

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    2 Kommentare zu "Kommentar: Die Batterie könnte dem Apple-Auto einen Vorsprung verschaffen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Herr Stefan Urban
      Toll wie Tesla grüne Umweltpolitik ad absurdum führt: Bei so viel PS und soviel Reichweite benötigt man ewig viel Ressourcen bei der Batterieherstellung. Und schneller als 120 km/h Stunde sollte man mit dem Tesla eh nicht fahren - sonst sind 840 km Reichweite nur ein Illusion! Braucht man dann 1100 PS?
      Da gab es mal den schönen Spruch so ungefähr "Die Länge seines Johannes verhält sich umgekehrt proportional zur PS-Zahl seines Porsches" - wie sieht das bei einem 1100 PS Tesla aus?
      - ein kleiner sarkastischer Gruß -

    • Die deutsche Autoindustrie muss nun endlich aufwachen. Schon nächstes Jahr bringt Tesla das Model S Plaid auf den Markt, was sämtliche vergleichbare Autos in den Schatten stellt: mehr als 1100 PS, 3 Elektromotoren, 840 km Reichweite, von 0-100 km/h in unter 2,1s. Da dürfte selbst jeder Porsche alt aussehen.

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