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Kommentar Die Chipbranche muss nur die Ruhe bewahren – es kommen goldene Zeiten

Halbleiterhersteller sollten sich von den gewaltigen Kursschwankungen nicht nervös machen lassen. Kaum eine Industrie hat bessere Zukunftschancen.
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Kaum eine Industrie hat bessere Zukunftsaussichten als die Chipbranche. Quelle: EyeEm/Getty Images
Chipbranche

Kaum eine Industrie hat bessere Zukunftsaussichten als die Chipbranche.

(Foto: EyeEm/Getty Images)

Was ein Sprung: Um gut fünf Prozent ist der Aktienkurs von Infineon am Montag in die Höhe geschossen. Auch andere Halbleiterhersteller verbuchten kräftige Gewinne auf dem Parkett. Derart starke Ausschläge waren in den vergangenen Monaten häufiger zu beobachten, allerdings meist in die entgegengesetzte Richtung. So hat Infineon, Deutschlands größter Chipproduzent, an der Börse seit Jahresbeginn rund ein Fünftel an Wert verloren. Dabei ist das Unternehmen kerngesund und es wächst rasant.

Infineon-Chef Reinhard Ploss und seine Kollegen an der Spitze der anderen Hersteller sind gut beraten, das Auf und Ab der Märkte weitgehend zu ignorieren. Denn Tatsache ist: Der gesamten Branche stehen goldene Jahre bevor.

Ohne Halbleiter geht schon heute nichts mehr, künftig werden sie aber eine noch viel bedeutsamere Rolle einnehmen: Das Auto wandelt sich zum rollenden Computer, die Haushalte werden vernetzt, es steht eine neue Mobilfunkgeneration bevor – all das braucht Chips. Kaum eine andere Industrie hat bessere Zukunftsaussichten.

Wenn die Vorstandschefs im Sinne ihrer Aktionäre handeln, dann stellen sie jetzt die Weichen für dieses zu erwartende Wachstum. Das heißt: Sie investieren und orientieren sich nicht an den durch kurzfristig orientierte Anleger ausgelösten Kursschwankungen.

Das bedeutet nicht, dass die Chefs blindlings Geld ausgeben sollen. Augenmaß ist gefragt. So kann es sein, dass eine Konjunkturdelle über einige Quartale für fallende Umsätze sorgt. Darauf sollten sich die Manager einstellen, indem sie den Kauf neuer Maschinen verzögern oder auf Kurzarbeit umstellen.

Es ist auch sinnvoll, den Investoren die langfristigen Wachstumschancen immer wieder zu erklären. Doch nur wer heute forscht, Werke baut und Mitarbeiter ausbildet, wird in ein paar Jahren gute Geschäfte machen, wenn die Elektroautos zur Norm werden, die Fahrzeuge autonom über die Straßen rollen und wir mit 5G surfen.

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