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Kommentar Die Commerzbank muss ihre Hausaufgaben machen

Eine Übernahme der Commerzbank könnte in zwei bis drei Jahren wieder Thema werden – dann wird sie kleiner, fokussierter und besser integrierbar sein.
29.10.2019 - 17:54 Uhr Kommentieren
Die Commerzbank ist mit ihrem starken Fokus auf Deutschland ein Spiegelbild dieser Entwicklung. Quelle: Bloomberg
Commerzbank Hauptsitz

Die Commerzbank ist mit ihrem starken Fokus auf Deutschland ein Spiegelbild dieser Entwicklung.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Enttäuschend, wenig ambitioniert, ernüchternd: Wer mit Investoren über die neue Strategie der Commerzbank spricht, hört wenig Positives. Mit ihrem Ziel, bis 2023 eine Eigenkapitalrendite von mehr als vier Prozent zu erreichen, hat es das Institut geschafft, die ohnehin niedrigen Erwartungen vieler Aktionäre zu untertreffen.

Auf der anderen Seite betonen mehrere große Anteilseigner, dass sie die strategischen Entscheidungen der Bank nachvollziehen können und selbst keine Ideen haben, was der Vorstand grundsätzlich anders machen sollte.

Das Stimmungsbild zeigt: Die Aussichten für deutsche Banken sind angesichts der EZB-Zinspolitik, des harten Wettbewerbs und der Konjunkturabkühlung trübe. Und die Commerzbank ist mit ihrem starken Fokus auf Deutschland ein Spiegelbild dieser Entwicklung.

Doch Jammern hilft in dieser Situation nicht weiter. Die Commerzbank muss versuchen, aus den Rahmenbedingungen das Beste zu machen und gleichzeitig offen dafür sein, sich von einem stärkeren Institut schlucken zu lassen. Zeitnah ist eine Übernahme der Commerzbank unwahrscheinlich, weil potenzielle Käufer angesichts der Zinssituation und der Konjunkturabkühlung lieber die Füße still halten.

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    Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es in zwei bis drei Jahren zu einer Übernahme kommt, ist durch die neue Strategie eher gestiegen als gesunken. Denn künftig wird das Institut kleiner, fokussierter und folglich für Käufer auch besser zu integrieren sein.

    Denkbar ist perspektivisch sowohl eine Übernahme durch einen europäischen Konkurrenten als auch ein neuer Fusionsanlauf mit der Deutschen Bank. Im April sind die Gespräche über eine deutsche Großbankenhochzeit auch deshalb gescheitert, weil beide Institute in keinem guten Zustand sind und viele offene Baustellen haben – die Deutsche Bank etwa die viel zu spät eingeleitete Restrukturierung ihrer Investmentbank.

    Doch wenn beide Institute nun ihre Hausaufgaben machen, sieht die Situation in ein paar Jahren vielleicht besser aus.

    Mehr: Nach vielen Nackenschlägen gibt es wieder positive Nachrichten von der Commerzbank. Die Privatkundensparte steigert ihren Betriebsgewinn um fast 70 Prozent.

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