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Kommentar Die Corona-Pandemie ebnet den Rückversicherern den Weg für Preiserhöhungen

Covid-19 hat den Rückversicherern Belastungen in Milliardenhöhe beschert. Die Branche könnte das nun zum Anlass nehmen, Preiserhöhungen durchzupeitschen.
14.09.2020 - 18:37 Uhr Kommentieren
Dass für die Rückversicherer weitere hohe Kosten drohen, ist mittlerweile Konsens. Quelle: dpa
Hannover Rück

Dass für die Rückversicherer weitere hohe Kosten drohen, ist mittlerweile Konsens.

(Foto: dpa)

München Die Zeit nach den Sommerferien ist für Rückversicherer immer arbeitsreich, werden dann doch die Verträge für das kommende Jahr gemacht. Diesmal sind die Unwägbarkeiten und Herausforderungen für die Branche aber besonders groß. Und das nicht nur wegen der Coronakrise.

Die meinten die Rückversicherer anfangs noch gut wegzustecken. Doch daraus sind inzwischen in vielen Häusern Belastungen in Milliardenhöhe geworden. Ein Ende der Krise kann niemand seriös vorhersagen. Dass weitere hohe Kosten drohen, ist mittlerweile Konsens.

Hinzu kommt, dass aus dem einstigen Hoffnungsträger Cyberversicherung inzwischen für die Branche ein häufig nur schwer kalkulierbares Risiko geworden ist. Seitdem die Unternehmen zwangsläufig Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt haben, zeigt sich, wie anfällig die IT-Infrastruktur gerade bei Mittelständlern oftmals ist.

Die sind sich zwar inzwischen dieser Gefahr bewusst und fragen sehr viel mehr entsprechende Policen nach. Auf der Gegenseite wächst bei den Versicherern aber das Bewusstsein, dass hier individuelle Konditionen künftig sehr viel stärker als bisher geprüft werden müssen.

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    Selbst das bisher weitgehend planbare Geschäft mit der Absicherung von Naturkatastrophen erfordert ein neues Denken. Die Wirbelstürme Hannah, Isaias und Laura hatten zuletzt lediglich zu überschaubaren Schäden geführt, nun könnte Sally die Stadt New Orleans bedrohen und Paulette die Bermudas.

    Waldbrände führen zu teuren Schäden

    Weitaus bedrohlicher sind die verheerenden Waldbrände, die im Moment große Flächen an der gesamten Westküste der USA verwüsten. Immer stärker hatte sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet, dass Brände zu teuren Schäden für die Versicherer führen.

    Gerade dann, wenn sie auf luxuriöse Wohngegenden treffen. In diesem Jahr hat sich das betroffene Gebiet deutlich ausgeweitet. Litt in den vergangenen Jahren vor allem der Sonnenstaat Kalifornien, so sind mittlerweile auch die deutlich kühleren und regenreicheren Staaten Oregon und Washington massiv betroffen.

    Für die Rückversicherer bieten Phasen großer Veränderungen stets auch Chancen. Das könnte auch jetzt der Fall sein. Denn die Jahre stagnierender und manchmal gar fallender Preise bei der Vertragsgestaltung sind damit vorüber. Wenn deshalb die Hannover Rück von unumgänglichen Ratenerhöhungen spricht, dann ist das Jammern und Pokern in einem.

    Sicherlich hat die Branche gerade durch Covid-19 derzeit so viele Belastungen zu verkraften wie lange nicht mehr. Auf der anderen Seite haben viele Rückversicherer insgeheim eine solche Phase herbeigesehnt. Jetzt lassen sich Preiserhöhungen relativ einfach durchsetzen. Und jetzt wird wieder richtig Geld verdient.

    Mehr: Corona kann als Steilvorlage für die Veränderung der Branche dienen.

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