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Kommentar Die Deutsche Bahn braucht einen neuen Finanzvorstand

Die Doppelfunktion von Rüdiger Lutz als Bahn-Chef und Finanzvorstand war eine Notlösung. Mittlerweile brennt die Luft. Ein Ersatz muss her.
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Der Wunsch wächst, politisch wieder mehr Einfluss auf die Bahn zu nehmen. Quelle: dpa
Deutsche Bahn

Der Wunsch wächst, politisch wieder mehr Einfluss auf die Bahn zu nehmen.

(Foto: dpa)

Bahn-Chef Richard Lutz sagt immer, es gebe keinen Zeitdruck, die Posten des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands wieder zu trennen. Genauer gesagt, seine Posten zu trennen. Doch es wird höchste Zeit, dass sich jemand um die Finanzen des Staatsunternehmens kümmert – und zwar ausschließlich.

Die Doppelfunktion war vor anderthalb Jahren aus der Not geboren. Ex-Chef Rüdiger Grube war überraschend zurückgetreten, und ein Nachfolger stand so schnell nicht zur Verfügung. Da bot es sich an, den langjährigen Finanzchef Lutz zum Supervorstand der Bahn zu küren und bei der Gelegenheit gleich zwei neue Vorstandsposten zu schaffen, einen für Digitalisierung und einen für Güterlogistik.

Das ergibt sechs Vorstände für 40 Milliarden Euro Umsatz und 300.000 Mitarbeiter. Durchaus ein Konzern im Dax-Format. Aus der wirtschaftlichen Perspektive würde die Deutsche Bahn noch einen weiteren Vorstandsposten vertragen, politisch ließe sich der allerdings schlecht verkaufen.

Deshalb ist auch die Idee aus Kreisen des Aufsichtsrats, den gerade angetretenen Logistikchef Alexander Doll wegen seines Banker-Hintergrundes zusätzlich zum Finanzvorstand zu machen, naheliegend. Aber totaler Unsinn.

Im Cargoverkehr brennt die Luft. Der Güterverkehr auf der Schiene ist ein Sanierungsfall. Andererseits wächst der Wunsch, politisch auf die Bahn (wieder) mehr Einfluss zu nehmen. Die Gratwanderung zwischen wachsendem Gemeinwohl und aktienrechtlich gebotener Gewinnausrichtung wird den Bahn-Konzern und seine Führungstruppe in den kommenden Jahren vor eine Zerreißprobe stellen.

Das hält nur ein gestandener Finanzchef aus, der auf strategische Visionen oder politischen Übermut keine Rücksicht nehmen muss. Weil es sein Job ausschließlich ist, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu wahren. Halbwegs jedenfalls. Deswegen war ein Finanzchef der Deutschen Bahn noch nie so wertvoll wie heute.

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