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Kommentar Die Deutsche Bank hat kein Geld zu verschenken

Deutsche-Bank-Vorstand Ritchie erhält lukrative Sonderzahlungen für Leistungen, die eigentlich zu seinem Job gehören. Das zeugt nicht von besonderer Sensibilität.
22.03.2019 - 15:56 Uhr 2 Kommentare
Deutschlands größtes Geldhaus genehmigt dem Chef-Investmentbanker einen stattlichen Bonus. Quelle: dpa
Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt

Deutschlands größtes Geldhaus genehmigt dem Chef-Investmentbanker einen stattlichen Bonus.

(Foto: dpa)

So schlecht verdient Garth Ritchie eigentlich gar nicht. Allein das Fixgehalt des Chef-Investmentbankers der Deutschen Bank für 2018 summiert sich auf drei Millionen Euro. Dazu kommt ein Bonus von 2,6 Millionen Euro. Gar nicht so übel, wenn man bedenkt, dass der Gewinn des Bereichs, den er als Vorstand verantwortet, im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte eingebrochen ist.

Doch die Deutsche Bank meint es offenbar gut mit Ritchie und genehmigt ihm weitere drei Millionen Euro, als Zuschlag, weil er sich federführend um die Vorbereitungen für den Brexit kümmert. Damit steht dem nicht unumstrittenen Manager eine Gesamtvergütung von 8,6 Millionen Euro zu, nach 3,25 Millionen im Vorjahr.

Eine hübsche Erhöhung, die dazu führt, dass der Investmentbanker deutlich mehr verdient als Vorstandschef Christian Sewing, der für das vergangene Jahr sieben Millionen Euro mit nach Hause nimmt.

Macht der Brexit dem Frankfurter Geldhaus so viel Arbeit, dass er ein so stolzes Extra-Gehalt rechtfertigt? Man dürfte der Bank nichts Böses unterstellen, wenn man davon ausgeht, dass die Leistungszulage vor allem ein Mittel ist, um die gesetzliche Deckelung der Boni auszuhebeln.

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    Offenbar will sein Arbeitgeber Ritchie einen wettbewerbsfähige Entlohnung bieten. Aber das kann keine Ausrede sein, um de facto das Fixgehalt eines Managers zu verdoppeln, dessen Leistungen umstritten sind. Sicher, der Brexit ist einer der größten Risikofaktoren für die Finanzindustrie. Aber die Vorbereitung auf den Ausstieg der Briten aus der EU sollten für jeden verantwortungsbewussten Manager zum Tagesgeschäft gehören.

    Gerade jetzt, wenn durch den möglichen Zusammenschluss mit der Commerzbank Zehntausende Jobs auf dem Spiel stehen, sollte die Deutsche Bank eine besondere Sensibilität an den Tag legen, wenn es um Gehälter und Boni für Topmanager geht. Doch auch ohne die höchst kontroversen Fusionspläne mit dem kleineren Konkurrenten hätte das chronisch kriselnde Institut eigentlich keinen Cent für unverdiente Boni zu verschenken.

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    2 Kommentare zu "Kommentar: Die Deutsche Bank hat kein Geld zu verschenken"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Garth Ritchie ist ein Teil des alten des alten Zopfes, und es werden keine Probleme von jenen gelöst, die sie einst verursacht haben.

    • DIE DEUTSCHE BANK ZAHLT MEHR ALS 10% DES UNTERNEHMENSWERT ALS BONI - DAS GEHT GAR NICHT!!!!!!!!

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