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Kommentar Die Deutsche Bank kommt mit den Aufräumarbeiten in den USA viel zu langsam voran

Aufsichtsrechtliche Mängel abzustellen ist für die neue US-Chefin Riley mühsam. Aber derartige Dauerprobleme kann sich ein Geldhaus mit internationalem Anspruch nicht leisten.
14.05.2020 - 17:25 Uhr Kommentieren
Obwohl die Fed immer ungeduldiger wird, kommt die Bank beim Aufräumen ihrer US-Geschäfte offenbar nur mit dem Tempo der Kontinentalverschiebung voran. Quelle: Deutsche Bank
Neue Deutsche-Bank-US-Chefin Christiana Riley

Obwohl die Fed immer ungeduldiger wird, kommt die Bank beim Aufräumen ihrer US-Geschäfte offenbar nur mit dem Tempo der Kontinentalverschiebung voran.

(Foto: Deutsche Bank)

Es ist eine unendliche Geschichte: Jahr für Jahr muss sich die Deutsche Bank von den US-Aufsehern heftige Vorhaltungen machen lassen. Das Dokument, das jetzt durchgesickert ist, strotzt wieder vor Formulierungen, die einem Angst und Bange machen: Schwächen beim Kampf gegen die Geldwäsche, mangelhaftes Risikomanagement, Defizite bei der Liquiditätssteuerung.

Für die Frankfurter sind die hässlichen Formulierungen der US-Behörden inzwischen schon Routine. Diese Routine ist ein zutiefst dialektisches Phänomen, beunruhigend und beruhigend zugleich.

Beruhigend, weil der harsche Rüffel nicht bedeutet, dass sich die Deutsche Bank einen neuen handfesten Skandal geleistet hat, der die Aufseher auf den Plan ruft. Die Bank ist auch nicht deutlich schlechter oder gefährlicher geworden. Jahr für Jahr prüft die US-Notenbank Fed die großen Geldhäuser und vergibt dafür Schulnoten zwischen Eins und Fünf. Die Deutsche Bank dümpelt schon sehr lange auf einer Vier herum. Deshalb muss sie sich die gleichen Vorwürfe in Endlosschleife gefallen lassen.

Und damit wären wir beim beunruhigenden Teil: Obwohl die Fed immer ungeduldiger wird, kommt die Bank beim Aufräumen ihrer US-Geschäfte offenbar nur mit dem Tempo der Kontinentalverschiebung voran. Bei jedem neuen Führungswechsel in Frankfurt oder beim US-Ableger heißt es, jetzt werde sich das schwer belastete Verhältnis zu den Aufsehern in den USA endlich bessern, endlich kämen die Reformen voran.

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    Wenn es diesen Effekt denn wirklich geben sollte, dann hat er eine extrem kurze Halbwertszeit. Zumindest scheint auch die neue US-Chefin Christiana Riley die Behörden nicht gnädiger stimmen zu können als ihre Vorgänger.

    Aufsichtsrechtliche Mängel abzustellen ist mühsam und langwierig. Aber für die Deutsche Bank kann das keine Ausrede sein. Dauerprobleme, wie sie die Fed moniert, kann sich ein Geldhaus mit internationalem Anspruch schlicht nicht leisten, schon gar nicht auf dem größten und lukrativsten Kapitalmarkt der Welt.

    Mehr: Deutschlands Geldhäuser stehen vor einer erneuten Belastungsprobe.

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