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Kommentar Die Deutsche Bank sollte den US-Präsidenten so behandeln wie jeden anderen Kunden auch

Die Bank kann mit ihrer Verbindung zu Donald Trump nur verlieren. Wichtig ist, dass sie ihre diesbezüglichen Entscheidungen so transparent wie möglich macht.
08.04.2020 - 16:56 Uhr 1 Kommentar
Ihr wahrscheinlich schwierigster Kunde macht die Deutsche Bank zum politischen Spielball in den USA. Quelle: AP
US-Präsident Donald Trump

Ihr wahrscheinlich schwierigster Kunde macht die Deutsche Bank zum politischen Spielball in den USA.

(Foto: AP)

Schon seit Jahren bereitet Donald Trump der Deutschen Bank Ärger. Er zahlte Kredite zu spät, nach der Finanzkrise verklagte er die Bank sogar mit dem Argument, sie sei mit schuld an der Finanzkrise und damit auch verantwortlich für die Probleme seiner Firmen. Doch die Bank hielt an dem schwierigen Kunden fest. Als Trump ins Weiße Haus einzog, entschied sich die Bank für die – damals – einfachste Lösung.

Der größte Gläubiger des US-Präsidenten und dessen Unternehmen werde einfach keine weiteren Kredite mehr an die Trumps vergeben. Heute rächt sich, dass das Institut nicht auch bereits bestehende Kredite auf Eis legte, solange Trump Präsident ist. Die Coronakrise bringt die Bank genau in jenes moralische und rechtliche Dilemma, vor dem Kritiker immer gewarnt haben.

Nun bleiben nur schlechte Optionen: Gewährt die Bank den von Trump kontrollierten Firmen keine Erleichterungen bei Zins und Tilgung, riskiert sie, einen bekanntermaßen reizbaren Präsidenten zu verärgern. Im schlimmsten Fall müsste sie Darlehen, für die Trump selbst haftet, eintreiben – keine leichte Aufgabe beim mächtigsten Mann der Welt.

Gewährt sie die bislang lediglich inoffiziell gestellte Anfrage der Trump-Firmen auf Erleichterungen, könnte das den Anschein erwecken, die Bank würde der Familie des Präsidenten einen Gefallen tun, womöglich im Gegenzug für politische Vergünstigungen.

Zwei schlechte Optionen, doch die zweite ist das kleinere Übel. Die Trump Organization, zu der eine Reihe von Luxushotels und Golfklubs gehören, ist von der Coronakrise genauso getroffen, wie viele andere Kunden der Bank auch. Sie sollte auch ähnlich behandelt werden.

Wichtig dabei ist jedoch, dass die Bank ihre Entscheidung mit dem Einverständnis der Trumps offen kommuniziert und die Parameter, die zu diesem Entschluss führten, transparent macht. Dann ist die Entscheidung zumindest für alle nachvollziehbar.

Mehr: Immer mehr Banken verzichten auf eine Dividende.

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1 Kommentar zu "Kommentar: Die Deutsche Bank sollte den US-Präsidenten so behandeln wie jeden anderen Kunden auch"

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  • Die Deutsche Bank ist die übelste Bank schlechthin. Man sollte sie zersclagen. Dann ist ein Übel weniger.

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