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Kommentar Die Deutsche Post wird die Paketflut zu Weinachten kaum stemmen können

Vor dem Fest werden in diesem Jahr so viele Pakete versendet wie nie. Trotz Tausender Aushilfskräfte wird die Post an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.
15.10.2018 - 19:41 Uhr Kommentieren
Über elf Millionen Pakete könnten an den Tagen vor Weihnachten in diesem Jahr täglich in den Versand gehen. Quelle: dpa
DHL-Paketzentrum Speyer

Über elf Millionen Pakete könnten an den Tagen vor Weihnachten in diesem Jahr täglich in den Versand gehen.

(Foto: dpa)

Früher war die Welt in Ordnung. Besonders vor Weihnachten. Da eilte Santa Claus zu Heiligabend mit seinem Schlitten vom Nordpol herbei, flog samt seiner acht Rentiere über die Dächer und warf Millionen von Kindern bunt verpackte Geschenke behände durch den Kamin. Das Beste war: Alle glaubten daran.

Erinnerungen an die kosten- und weitgehend CO2-freie Zustellung von einst wecken heute höchstens noch Verlustschmerz. Seitdem böse Bits und Bytes in Form von Onlinebestellungen den guten Weihnachtsmann vertrieben haben, gerät der pünktlich zum Fest terminierte Geschenkesegen in Gefahr.

Erstmals war es das Weihnachtsfest 2013 in den USA, das verstörte Kinder hinterließ. Dort hatte der Paketdienst UPS im Advent die Mengen der zu transportierenden Pakete unterschätzt. Tagelang blieben Sendungen liegen, erst nach Neujahr konnte der Nachwuchs die Präsente vielerorts auspacken.

Wer in Deutschland Kinder hat, sollte sie auf ähnlich heidnische Bräuche vorbereiten. Über elf Millionen Pakete täglich könnten diesmal an den Tagen direkt vor Weihnachten bei ihr in den Versand gehen, kündigte die Deutsche Post am Montag an. Schon 2017 arbeitete sie vor Weihnachten an der Kapazitätsgrenze, obwohl es da in der Spitze „nur“ 9,5 Millionen Sendungen zu verteilen gab.

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    Paketkunden, die bis dahin das Vertrauen noch nicht gänzlich in die pünktliche Zustellung an Heiligabend verloren haben, sollten bei den Erzählungen der Post genau hinhören. 10.000 zusätzliche Kräfte wolle sie bundesweit einsetzen, kündigt sie weiter an.

    Die Notiz aber taugt nur für den Wunschzettel. Aushilfskräfte? Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt. Selbst Zeitarbeitsfirmen geben kaum noch etwas her. Rivale Hermes verzichtet sogar auf Umsatz und vereinbarte mit Onlineshops Höchstgrenzen bei der Paketannahme. Die Pläne der Post erscheinen da wie eine Warnung: vor einer unschönen Weihnachtszeit, in der die Paketflut kaum zu stemmen sein wird.

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