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Kommentar Die deutschen Autohersteller sollten mehr Brennstoffzelle wagen

Bei der Brennstoffzelle im Pkw wird die deutsche Autoindustrie hinterherfahren wie schon beim Elektroauto. Die zaghafte Strategie könnte sich rächen.
03.08.2020 - 14:08 Uhr 1 Kommentar
Deutsche Hersteller wollen die Brennstoffzelle vor allem in Nutzfahrzeugen einsetzen. Quelle: dpa
Wasserstofftankstelle

Deutsche Hersteller wollen die Brennstoffzelle vor allem in Nutzfahrzeugen einsetzen.

(Foto: dpa)

Die Brennstoffzelle ist seit einem Vierteljahrhundert so etwas wie die Untote der Autoindustrie. Immer wieder taucht die brillante Technologie als Hoffnungsträger auf, um anschließend genauso schnell wieder in der Versenkung zu verschwinden. Bereits 1994 präsentierte Daimler den ersten Brennstoffzellenprototyp mit dem Namen Necar. Über Kleinserien zu Testzwecken kam Daimler nie hinaus. Auch BMW schlingert durch die Technologie. Die Brennstoffzelle ist eine Wette auf die Zukunft, und verlorene Wetten sind in der Industrie sehr teuer.

Die deutschen Autohersteller haben Bedenken, die Technologie in ihren Pkw-Modellen serienmäßig zu verbauen. Diese Bedenken scheinen zunächst berechtigt, weil die umweltfreundlichen Aggregate bei geringerem Wirkungsgrad aktuell schlicht zu teuer sind, um sich im Markt zu behaupten.

Deshalb konzentrieren sich die Aktivitäten auf Nutzfahrzeuge. Die Brennstoffzelle kostet zwar das Dreifache eines Diesels. Aber im Gegensatz zu einem batteriebetriebenen Elektro-Brummi spart man sich in einem Brennstoffzellen-Lkw den acht Tonnen schweren Akku. Bei einer Reichweite von 700 Kilometern braucht es auch kein riesiges Tankstellennetz, und rund um die Uhr genutzt, amortisiert sich die Technologie schneller. Regenerativ erzeugten Wasserstoff vorausgesetzt, ist die Brennstoffzelle eine elegante Lösung für emissionsfreien Lastverkehr.

Doch auch im Pkw-Segment sollten die Deutschen umdenken. Die Vorstandschefs börsennotierter deutscher Autobauer sichern mit ihrer vorsichtigen Strategie vielleicht die eigene Weiterbeschäftigung, aber gefährden die Technologieführerschaft in der Zukunft. Denn führend in der „kalten Verbrennung“, die Wasserstoff und Sauerstoff reagieren lässt, ist Toyota. Mit der Limousine Mirai hat Toyota bereits ein serienreifes Wasserstoff-Auto auf dem Markt. Der Preis von 80.000 Euro macht es aber zum Exoten – noch.

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    Geschäfte machen andere

    Rein wirtschaftlich scheint das Zaudern der deutschen Hersteller nachvollziehbar, gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise. Aber es ist auch ein Beleg, wie wenig Mumm die deutsche Schlüsselindustrie inzwischen hat, wenn es um Zukunftsprojekte geht. Der Brennstoffzelle droht trotz der neuen Förderpakete der Bundesregierung das gleiche Schicksal wie dem rein batteriebetriebenen Elektroauto. Deutschland war bei der Entwicklung mal vorn, doch die Industrialisierung findet mittlerweile anderswo statt.

    Wenn der Massenmarkt für Brennstoffzellen-Autos Mitte dieser Dekade in Asien entsteht, werden andere vorpreschen und den Markt machen – wie heute Elon Musk mit Tesla. Daimler und BMW werden hinterhertröpfeln. Volkswagen wird gar nichts anbieten können.

    Zulieferer wie Bosch tun sich etwas leichter. Die Schwaben bauen die Brennstoffzelle für das US-Nutzfahrzeugprojekt Nikola mit Auslieferung 2022. Bosch baut teilbare Module, die auch in Pkws passen. Einen ersten Auftrag soll es schon geben – wohl nicht aus Deutschland. Das ist Grund zur Sorge nicht für Bosch, aber für die heimischen Autobauer.

    Mehr: Die Brennstoffzelle spaltet die Autoindustrie

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    • Klar werden sich die zaghaften Strategien rächen. Die veraltete, materialaufwendig und teure Batteriezelltechnik sollten wir wieder schnellstens ausbauen. "Elektroautos, die das Problem der Abgas-Verschmutzung in den Städten lösen, lösen nicht die Hauptaufgabe - die CO2-Emissionen zu reduzieren, da die Menge an CO2, die durch die zusätzlich erzeugte Strommenge erzeugt wird, die den Bedarf von Elektroautos beim Aufladen decken muss, dramatisch ansteigen wird."
      Dieser Auszug aus dem neu erschienenen Buch "Das ewige Licht" von Prof. KRAUSE, einstiger Bundesverkehrsminister a.D. ,Verlag Weltbuch - das Buch ist online verfügbar unter ISBN13 9783906212562, informiert mal grob über die CRUX. Neueste Forschungsergebnisse der Energienutzung von Emissionsfreier Neutrino-Technologie werden wesentlich günstiger und sauber von Beginn an Energie liefern. Das Bauträgerunternehmen hat Preise für Strom aus der Neutrinovoltaik-Technologie angekündigt, die 50 % unter den Preisen für Strom aus Sonnenenergie liegen, wodurch sie mit dem Preis für Strom aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe vergleichbar sind, und solche Neutrino-Quellen arbeiten im Grundmodus, wodurch diese Art der Stromerzeugung auf eine garantierte Stromversorgung zurückgeführt werden kann. Die Berliner Neutrino-Energy Group bietet Patente und Lizenzen zur Anwendung dieser sensationellen Technologie. Ein Systemwandel weg von Grosskraftwerke hin zur Mobilen und DEZENTRALEN HAUSHALTSVERSORGUNG und unendlichen ELEKTROMOBILITÄT ist Schritt für Schritt machbar. Unendliche Reichweiten ohne Stop zum Tanken, dank selbstladender Neutrinovoltaic/ Power Cube 24hx365Tage. Diese neue Neutrino-Technologie gilt es jetzt Schrott für Schritt zu entwickeln. Die Patente für ein Kleinfahrzeug der Marke PI liegen auch in Berliner Neutrino Energy Group bereit. Indische Labaro entwickeln dazu Nutzung von Metamaterials für die Karrosserie.
      www.forbesindia.com/article/brand-connect/the-pi-next-generation-electrical-mobility-�-harvesting-the

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