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Kommentar Die Engpässe bei den Sicherheitskontrollen müssen endlich beseitigt werden

Der Tarifstreit könnte die Kosten im Sicherheitsbereich der Flughäfen deutlich steigen lassen. Effiziente Technologie könnte Abhilfe schaffen.
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Der aktuelle Arbeitskampf lässt befürchten, dass die Kosten im Sicherheitsbereich deutlich steigen werden. Quelle: dpa
Warnstreik des Sicherheitspersonals am Flughafen Hannover

Der aktuelle Arbeitskampf lässt befürchten, dass die Kosten im Sicherheitsbereich deutlich steigen werden.

(Foto: dpa)

Das große Chaos ist am Dienstag an den deutschen Flughäfen trotz der Streiks ausgeblieben. Eine gute Nachricht ist das gleichwohl nicht. Denn zu verdanken ist das nur der frühzeitigen Planung der Fluggesellschaften sowie Passagieren, die längst an eine Branche im Dauerkrisenmodus gewöhnt sind.

Allein in Frankfurt fielen über 600 Flüge aus. Nur der sogenannte Transitverkehr, also die Weiterreise über Frankfurt, funktionierte. Ansonsten lag der Luftverkehr fast im gesamten Bundesgebiet lahm, denn selbst Flughäfen, an denen die Gewerkschaft Verdi nicht zu Ausständen aufgerufen hatte, spürten teils deutliche Verwerfungen.

Angesichts der Folgen werden einmal mehr Rufe nach neuen Regeln für Streiks in Betrieben der sogenannten kritischen Infrastruktur laut. Der Dienstag zeigte: Das noch nicht sehr alte Tarifeinheitsgesetz hat hier kaum Effekte. Die Streiks werden nicht weniger und auch nicht weniger heftig.

Doch jetzt erneut nach einer stärkeren Regulierung zu rufen führt zu nichts – zumindest nicht kurzfristig. Eingriffe in die Tarifautonomie, so man sie denn überhaupt will, sind sehr heikel und müssen gut durchdacht sein. Das braucht Zeit, viel Zeit.

Um die Luftfahrtbranche nicht dauerhaft ins Verspätungs- und Ausfallchaos stürzen zu lassen, gibt es bessere und effizientere Wege. Einer lautet: Die Politik muss endlich ihre Versprechen vom Luftfahrtgipfel im Oktober vergangenen Jahres umsetzen.

Wortreich hatten in Hamburg alle Beteiligten – darunter auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer – versprochen, nach dem chaotischen Luftfahrtjahr 2018 mit massiven Verspätungen und Flugausfällen für Besserung zu sorgen. Im März will sich die Truppe erneut mit Scheuer treffen, der eine erste Bilanz ziehen möchte.

Es wird interessant sein zu sehen, welche Ergebnisse dann in puncto Modernisierung der Sicherheitskontrollen an Flughäfen präsentiert werden. Viel Sichtbares ist dort jedenfalls nicht geschehen. Die versuchsweise eingerichtete neue Kontrolllinie in Frankfurt reicht kaum als Beleg für einen umfassenden Reformprozess.

Weder ist bislang erkennbar, ob und wann moderneres und effizienteres Kontrollgerät zum Einsatz kommen kann, noch gibt es Hinweise auf die dringend erforderliche Personalaufstockung.

Der aktuelle Streik lässt vielmehr befürchten, dass die Kosten im Sicherheitsbereich deutlich steigen werden – und deshalb nur wenig Spielraum für mehr Kontrolleure besteht. Umso dringender ist es jetzt, dass die Politik alle anderen Stellschrauben wie effizientere Technologie nutzt, um die Engpässe bei den Kontrollen endlich zu beseitigen.

Mehr als 220.000 Passagiere betroffen – Warnstreiks an acht deutschen Flughäfen

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