Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Die erhöhte Sensibilität der Fed bei Aktienkursen ist richtig

Die Fed sieht keinen Handlungsdruck auf der Zinsseite. Doch mit ihrer erhöhten Sensibilität bei der Entwicklung der Aktienkurse hat sie ins Schwarze getroffen.
30.01.2020 - 16:39 Uhr Kommentieren
Die US-Notenbank beließ die Leitzinsen bei einer Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent. Quelle: AFP
Gebäude der Federal Reserve

Die US-Notenbank beließ die Leitzinsen bei einer Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent.

(Foto: AFP)

Auf US-Präsident Donald Trump ist Verlass. Vor der Sitzung der US-Notenbank (Fed) forderte er einmal mehr das Federal Open Market Committee, kurz FOMC, auf, die Zinsen zu senken. Erneut begründete er dies mit fehlender Wettbewerbsgleichheit. Andere Länder hätten niedrigere Zinsen.

Sicherlich hat er dabei vor allem an Europa und Japan gedacht. Trump will Zinsen für seine riesigen Schulden sparen. Doch wie so oft hat ihn Fed-Chef Jerome Powell nicht erhört. Die Notenbank beließ die Leitzinsen in einer Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent. Gleichzeitig soll die Bilanz weiter ausgeweitet werden, um den Banken genug Geld zur Verfügung zu stellen.

Handlungsdruck auf der Zinsseite sehen die Währungshüter offenbar nicht. Zwar ist das Coronavirus in China eine Bedrohung, die überregional wirkt. Allerdings halten sich die Auswirkungen bislang noch in engen Grenzen. Von einer globalen Epidemie kann nicht die Rede sein.

Falls die Märkte tatsächlich hart davon getroffen würden, wonach es bislang nicht aussieht, würde die US-Notenbank aber sicherlich mit geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen helfen. Doch so weit ist es noch nicht – auch wenn sich die Gefahr nicht wegdiskutieren lässt. Andererseits gibt es das geschlossene Teilabkommen zwischen Washington und Peking im Handelsstreit und damit zumindest die Hoffnung, dass von dieser Seite bis zur Präsidentenwahl im November in den USA keine Gefahr für die Wirtschaft ausgeht.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Diese steht mit Blick auf den Arbeitsmarkt gut da. Sorgen bereiten lediglich die schwachen Investitionen und Außenhandelszahlen. Bleibt die Inflation auf Dauer deutlich unter zwei Prozent könnte sich die Fed zu einer Reaktion gezwungen sehen. Doch bis dahin werden sicherlich noch Monate vergehen, in denen die Fed die Entwicklung genau beobachten wird.

    Äußerungen zu Vermögenspreisen

    Was viel mehr zu denken gibt nach der gestrigen Sitzung, sind die Äußerungen von Powell zu den Vermögenspreisen. Speziell die Aktienkurse seien etwas erhöht, meinte er. Gewiss, von einem „irrationalen Überschwang“, wie sein Vor-Vorgänger Alan Greenspan die Kursentwicklung an den Börsen 1996 bezeichnet hatte, sind wir noch entfernt.

    Doch die Äußerungen zeigen, in der Fed gibt es Diskussionen über den Einfluss der lockeren Geldpolitik auf die Vermögenspreise insgesamt und speziell bei Aktien. Die heutigen Kurshöhen und Börsenrekorde wären ohne die Notenbanken und ihre Aufkaufprogramme bei Anleihen nicht denkbar. Dass das auf Dauer nicht gesund ist, steht außer Frage.

    Doch wie lange werden die Zentralbanken an ihrer Politik festhalten? Das wird noch Jahre anhalten, ist zu befürchten. Aber es ist gut, dass inzwischen auch bei Fed und Co. eine erhöhte Sensibilität vorhanden ist. Einen Crash können wir nicht gebrauchen.  

    Mehr: Beim Weltwirtschaftsforum hat der US-Präsident einmal mehr die US-Notenbank angegriffen. Die USA hätten dennoch viele Firmengründungen erlebt.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Die erhöhte Sensibilität der Fed bei Aktienkursen ist richtig
    0 Kommentare zu "Kommentar: Die erhöhte Sensibilität der Fed bei Aktienkursen ist richtig"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%