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Kommentar Die erneute Niederlage vor Gericht ist schlechte Werbung für Check24

Ein Kölner Gericht beurteilt die Werbung von Check24 als „irreführend“. Das Vergleichsportal sollte nun seinen Marktauftritt überdenken.
21.04.2020 - 17:29 Uhr Kommentieren
Das Vergleichportal kassierte die zweite Niederlage vor einem Gericht innerhalb weniger Monate. Quelle: dpa
Check24

Das Vergleichportal kassierte die zweite Niederlage vor einem Gericht innerhalb weniger Monate.

(Foto: dpa)

Die Position der Richter war auch diesmal eindeutig. Innerhalb von zweieinhalb Monaten hat das Vergleichsportal Check 24 zum zweiten Mal einen Prozess gegen Vertreter aus der Versicherungswirtschaft verloren.

Nachdem im Februar das Münchener Landgericht dem Bundesverband der Versicherungskaufleute mit seiner Klage gegen sogenannte „Versicherung Jubiläums Deals“ recht gegeben hatte, urteilte das Landgericht Köln am Mittwoch zugunsten des Versicherers Huk Coburg. Der wandte sich gegen die „Nirgendwo günstiger Garantie“ des Vergleichsportals. Die Kölner Richter werteten die Werbung als „irreführend“.

Eine gütliche Einigung – wie in beiden Prozessen von den Richtern vorgeschlagen – war in keinem der beiden Fälle zu erzielen. Nach Jahren der Dauerfehde zwischen dem Maklerverband und Huk Coburg auf der einen Seite und Check 24 auf der anderen war das auch nicht anders zu erwarten. Das Signal für die Branche ist groß. Hat sich doch mit Huk Coburg der unangefochtene Marktführer bei Kfz-Versicherungen mit Check 24, dem Marktführer bei Vergleichsportalen, angelegt.

Im Kern geht es um die Frage, wer den Kontakt zum Kunden hat. Bei den Versicherern waren das lange die Vertreter im Land, die als Schnittstelle zu den Kunden agierten. Seitdem auch im Geschäft mit Schutz und Sicherheit vieles online läuft, haben die Assekuranzen ihre Hotlines kräftig aufgestockt. Eine Stufe darüber haben sich jedoch längst Vergleichsportale etabliert.

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    Die Versicherer nutzen sie als Vertriebskanal, monieren aber oft deren hohe Gebühren. Von einer Art „Hassliebe“ ist oft die Rede. Ein Aufreger bleibt die aggressive Werbung von Check 24. Mit seinen Aktionen bewegt sich das Unternehmen regelmäßig im Randbereich des juristisch Erlaubten.

    Gerade weil die Coronakrise den Trend zum Konditionenvergleich via Internet noch verstärkt, sollte Check 24 seine Marketingaktivitäten anders gestalten. Regelmäßige Zurechtweisungen vor Gericht sind schließlich die schlechteste Werbung.

    Mehr: Check24 verliert Rechtsstreit um Werbeslogan gegen HUK Coburg.

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