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Kommentar Die EU-Kommission darf bei der Zugfusion nicht nur auf Europa schauen

Beim Zusammenschluss von Siemens und Alstom fürchtet die EU-Kommission um den Wettbewerb. Doch der Markt muss heute global betrachtet werden.
17.07.2018 - 17:08 Uhr Kommentieren
Siemens-Alstom-Fusion: China als neuer Zugmarkt-Konkurrent Quelle: dpa
Neuer Hochgeschwindigkeitszug von Siemens

Die beiden großen europäischen Anbieter Siemens und Alstom vereinen gerade bei Hochgeschwindigkeitszügen und der Signaltechnik eine gewaltige Marktmacht.

(Foto: dpa)

Die EU-Kommission hat Bedenken wegen der geplanten Fusion von Alstom und Siemens-Bahntechnik zu einem neuen europäischen Zugchampion angemeldet. Sie begründet dies unter anderem mit schwachem Wettbewerb: Es sei „zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich“, dass neue Player aus China in absehbarer Zukunft auf die europäischen Märkte vordringen werden, erklärten die Wettbewerbshüter.

Sicher: Der Marktanteil des chinesischen Zug-Weltmarktführers CRRC in Europa ist verschwindend gering. Die Zulassungsverfahren auf dem Kontinent sind hochkomplex, der Einstieg in den Markt ist daher schwierig und langwierig.

Zudem ist es derzeit schwer vorstellbar, dass zum Beispiel die deutsche Bahn ihre Hochgeschwindigkeitszüge bei den Chinesen bestellt. Und es ist richtig, dass Brüssel bei der Megafusion genau hinsieht.

Die beiden großen europäischen Anbieter vereinen gerade bei Hochgeschwindigkeitszügen und der Signaltechnik eine gewaltige Marktmacht. Die Fusionspartner werden sich auf Auflagen einstellen müssen.

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    Doch sollte die EU-Kommission zugleich die nötige Weitsicht einnehmen: Der Zugmarkt muss heute global betrachtet werden. Die Chinesen lassen kaum noch ausländische Konkurrenten auf ihren Heimatmarkt, gleichzeitig treibt CRRC konsequent die Auslandsexpansion voran.

    Zunächst gab es Exporte nach Afrika, Südostasien und Südamerika. Dann konnte CRRC eine ganze Reihe von U-Bahn-Aufträgen in den USA gewinnen. Die Deutsche Bahn hat inzwischen erste Rangierlokomotiven bei CRRC bestellt.

    Einen großen Schritt voran in Europa hätte CRRC mit der Übernahme von Skoda Transportation machen können, die aber nicht gelang. Doch die nächste Gelegenheit wird kommen. Die Chinesen haben bereits Kooperationen vereinbart und Büros eröffnet.

    Sie werden über kurz oder lang den Markt in Europa beleben. Den Kartellwächtern sollte klar sein: Die Bündelung der europäischen Kräfte ist darauf eine nachvollziehbare Antwort.

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