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Kommentar Die FDP braucht keine zweite Boygroup an der Spitze

Das Grummeln gegen FDP-Chef Lindner wird lauter. Er sieht sich zwei neuen Konkurrenten gegenüber. Mit ihnen würden die Liberalen ihre Schwäche aber nicht überwinden.
20.05.2020 - 12:38 Uhr 1 Kommentar
Der FDP-Chef führte die Partei nahezu im Alleingang zurück in den Bundestag Quelle: dpa
Christian Lindner

Der FDP-Chef führte die Partei nahezu im Alleingang zurück in den Bundestag

(Foto: dpa)

In der FDP erinnern sich viele noch an die Zeit in der außerparlamentarischen Opposition. Die Boygroup mit Philipp Rösler, Daniel Bahr und dem heutigen Parteichef Christian Lindner verdrängte Guido Westerwelle.

Aber als sie die Macht in den Händen hielt, wusste sie nichts damit anzufangen. Das war der Anfang vom Ende. Die FDP flog aus dem Bundestag. 

Während Rösler und Bahr sich ihre Ministerposten in der Wirtschaft versilbern, hat sich Lindner in die Verantwortung nehmen lassen. Er führte nahezu im Alleingang die Partei zurück in den Bundestag.

Jetzt sieht er sich selbst einer Boygroup gegenüber. Johannes Vogel und Konstantin Kuhle sind zwar nur zwei. Aber ohne ihren Namen zu nennen hat Wolfgang Kubicki den politischen Wortschatz um das Wort Karrierefeiglinge erweitert. Die beiden tingeln durch Talkshows, schreiben Namensbeiträge und sind gern gesehene Gäste in den Berliner Hintergrundkreisen.

Aber aufstehen und sagen, dass sie Generalsekretär, Fraktionsvorsitzender oder gar Parteichef werden wollen, das tun sie nicht. So wie sie es in ihrer Jugendorganisation gelernt haben, versuchen sie geschmeidig Christian Lindner herauszufordern.

Ihr eigener Ehrgeiz nimmt wenig Rücksicht auf die Gesamtpartei. Der FDP wurde ein Ü-60-Problem in der Wählerschaft attestiert. Das würde sich verstärken, wenn man sich auf eine Boygroup II einlassen würde. Die FDP wird aber ihre Schwäche nur überwinden, wenn sie breit aufgestellt ist.

Typische Produkte der Berliner Blase

Dazu gehören Wirtschafts- und Außenpolitiker, Junge wie Alte. Politiker aus dem Süden wie aus dem Norden. Die beiden Talente Vogel und Kuhle sind typische Produkte der Berliner Blase. Schon in jungen Jahren kennen sie jedes Hinterzimmer, aber keiner aus der durch Corona bedrängten Mittelschicht wird diese beiden wählen.

Die FDP hat mittlerweile eine ganze Riege profilierter Politiker in Bund und Land. Darauf müssen die Liberalen aufbauen, wenn der Liberalismus weiter eine politische Stimme haben soll. 

Mehr: Umstrittenes Foto: Lindner bezeichnet Umarmung als Fehler

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1 Kommentar zu "Kommentar: Die FDP braucht keine zweite Boygroup an der Spitze"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die FDP ist überflüssig.
    Sie trägt das Wort "Freiheit " im Namen, stimmt aber für eine unbefristete Einschränkung der Grundrechte und bezeichnet Menschen, die Bedenken haben, als Verschwörungstheoretiker.
    Kann weg.

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