Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Die Flüchtlingspolitik könnte entscheidend im CDU-Kandidatenduell werden

Die Flüchtlingskrise könnte zum bestimmenden Thema im Kampf um den CDU-Parteivorsitz werden. Merz gibt sich als Hardliner, Laschet als Versöhner.
03.03.2020 - 18:38 Uhr Kommentieren
Merz und Laschet sind sich einig: Eine Situation wie im Jahr 2015 dürfe sich nicht wiederholen. Quelle: Getty Images; Per-Anders Pettersson
Armin Laschet, Friedrich Merz

Merz und Laschet sind sich einig: Eine Situation wie im Jahr 2015 dürfe sich nicht wiederholen.

(Foto: Getty Images; Per-Anders Pettersson)

Bei allen Unterschieden in der Flüchtlingspolitik, eine Einschätzung verbindet die beiden CDU-Kandidaten Armin Laschet und Friedrich Merz: Eine Situation wie im Jahr 2015 dürfe sich nicht wiederholen. Damals entstand in der Bevölkerung der Eindruck, dass die Regierung die Lage durch den Flüchtlingszustrom nicht mehr im Griff hatte. Danach fängt aber der Dissens an.

Friedrich Merz gibt den Hardliner, der vor Zurückweisung an der Grenze nicht zurückschrecken will. Das war übrigens auch die Linie der CSU-Granden Horst Seehofer und Markus Söder und brachte die Union an den Rand einer Spaltung.

Spalten ist nicht die Sache von Armin Laschet. Er ist ein Versöhner. Als Integrationsminister in Nordrhein-Westfalen war er erfolgreich und öffnete die CDU für neue Wählerschichten. Persönlich hat der heutige Ministerpräsident noch keine Position zur aktuellen Lage bezogen.

Kürzlich verteidigte er noch die Migrationspolitik von Kanzlerin Angela Merkel. Doch seine Integrationsstaatssekretärin bringt nun Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei und eine härtere Linie in der Flüchtlingspolitik ins Spiel.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Offensichtlich ist auch im Lager von Laschet jedem klar, dass die Mehrheit der CDU-Basis und der Delegierten auf dem Sonderparteitag im April den Kontrollverlust und den Vorwurf des Staatsversagens auf keinen Fall noch einmal erleben wollen. Dies wird von Tag zu Tag schwerer. Der türkische Präsident hat offensichtlich den Flüchtlingsdeal mit der Kanzlerin aufgekündigt. Merkel verlegt sich dieser Tage auf Telefondiplomatie.

    So bitter das Schicksal für die Flüchtlinge ist. Für den konservativen Merz gibt es kaum ein Thema, mit dem er sich besser profilieren kann. Laschet wird darauf setzen, dass Merz in seiner Wortwahl überzieht. Er gilt als Liebling des Establishments und konnte bisher darauf verweisen, dass er in der politischen Mitte Wahlen gewinnen kann. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Flüchtlingskrise der Gamechanger im Kandidatenduell ist.

    Mehr: Türkische Grenzöffnung: Tausende Menschen wollen nach Europa

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Die Flüchtlingspolitik könnte entscheidend im CDU-Kandidatenduell werden
    0 Kommentare zu "Kommentar: Die Flüchtlingspolitik könnte entscheidend im CDU-Kandidatenduell werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%