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Kommentar Die Flugbegleitergewerkschaft UFO braucht einen personellen Neuanfang

Nur eine neue Spitze kann den Dauerkonflikt der Arbeitnehmervertretung lösen. Am glaubwürdigsten wäre ein Rücktritt des gesamten Vorstands.
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Die Leidtragenden der Konflikte in der UFO sind die Mitarbeiter. Quelle: dpa
Flugbegleitergewerkschaft

Die Leidtragenden der Konflikte in der UFO sind die Mitarbeiter.

(Foto: dpa)

Was derzeit bei der Spartengewerkschaft UFO geschieht, ist für Außenstehende nicht mehr zu verstehen. Der seit Monaten schwelende Führungsstreit gefährdet die Zukunft der Arbeitnehmervertretung für das Kabinenpersonal von Airlines in Deutschland. Und doch machen die Verantwortlichen immer weiter.

Menschlich mag das nachvollziehbar sein. An den Posten hängen Existenzen. Der Streit hat einigen der Beteiligten so viel abverlangt, auch gesundheitlich, dass nun jeder bemüht ist, den persönlichen Schaden zumindest zu begrenzen.

Doch das ändert nichts an daran: Das Agieren des Vorstands wird dem von 30.000 Mitgliedern übertragenen Amt nicht gerecht. Die UFO ist nicht das erste Beispiel dafür, dass sich Spartengewerkschaften zuweilen schwer damit tun, professionell zu bleiben. Machtkämpfe an der Spitze hat es in der Vergangenheit auch bei der Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit und bei der Lokführergewerkschaft GDL gegeben.

Ein Grund dafür mag sein, dass solche Gewerkschaften vor allem dort entstehen, wo eine Berufsgruppe über ein erhebliches Streikpotenzial verfügt. Etwa weil sie Infrastrukturen lahmlegen kann. Diese Macht ist verführerisch, und manche der handelnden Personen unterliegen der Verlockung.

Die Leidtragenden der Konflikte sind aber ausgerechnet jene, die geschützt werden sollen – die Mitarbeiter. Denn die Gewerkschaft ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Das ist gefährlich, die Luftfahrt steht vor radikalen Umbrüchen. Die Pleitewelle hat die Airlines erfasst, der Markt sortiert sich neu und hat gewaltige Wachstumsschmerzen. Eine sachorientierte Tarifpartnerschaft ist jetzt dringender notwendig denn je. Dazu müssen aber beide Seiten voll bei der Sache sein.

Die einzige Lösung in dem Dauerkonflikt bei UFO lautet: Die Gewerkschaft braucht einen personellen Neuanfang. Der wäre am glaubwürdigsten und würde wohl am besten gelingen, wenn der gesamte Vorstand freiwillig das Amt räumt.

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