Bewerten Sie uns Beantworten Sie drei Fragen und helfen Sie uns mit Ihrem Feedback handelsblatt.com zu verbessern. (Dauer ca. eine Minute)
Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Die Flugbranche hat die Air-Berlin-Pleite überwunden

Die Insolvenz der zweitgrößten deutschen Airline war ein herber Schlag für die deutschen Fluggesellschaften. Doch umgehauen hat sie die Branche nicht.
Kommentieren
Der Verlust der Fluggesellschaft hat sich als verkraftbar erwiesen. Quelle: dpa
Leerer Air-Berlin-Schalter

Der Verlust der Fluggesellschaft hat sich als verkraftbar erwiesen.

(Foto: dpa)

Zuweilen sieht man sie noch – die Air-Berlin-Jets im rot-weißen Kleid. Einige werden von der Lufthansa-Tochter Eurowings eingesetzt, einige von der Niki-Nachfolgegesellschaft Laudamotion. Im eng gestrickten Sommerflugplan war keine Zeit, die Flugzeuge zum Lackierer zu schicken. Das wird bald nachgeholt, spätestens 2019 dürfte die Air-Berlin-Livery – so der Fachbegriff für das Flugzeug-Outfit – verschwunden sein.

Auch sonst ist Air Berlin, sosehr der eine oder andere der Airline noch hinterhertrauern mag, ein Jahr nach dem letzten Flug Vergangenheit. Der Schock der Insolvenz der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft wurde gut bewältigt, wie ein paar Fakten belegen.

Die aus Verbrauchersicht vielleicht wichtigste Nachricht: Im Schnitt sind die Ticketpreise kaum gestiegen. Für Billigtickets wurden laut dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) zuletzt zwischen 38 und 100 Euro aufgerufen. Im Vorjahr waren es 34 bis 97 Euro. Werden die seit Jahresbeginn kräftig gestiegenen Kerosinpreise berücksichtigt, darf getrost von einer Stagnation der Flugpreise ausgegangen werden.

Ein anderes Bild zeigt sich – zumindest auf den ersten Blick – beim Wettbewerb auf einzelnen Strecken. Hier hat sich die Situation offensichtlich verschlechtert. 90 Prozent aller Verbindungen von und nach Deutschland werden nur von einer Airline bedient, sind also Monopolverbindungen. Ein Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 74 Prozent.

Doch diese Zahlen spiegeln eines nicht wider: Air Berlin ist viele Jahre mit Kampfpreisen auf Strecken gegen Rivalen angetreten. Möglich war das, weil mit Etihad ein Geldgeber bereitstand. Wirtschaftlich war es hingegen nicht. Es überrascht also nicht, dass nicht jede Lücke geschlossen wurde, die Air Berlin hinterlassen hat.

Insgesamt ist das Streckenangebot in Deutschland laut DLR aber von 802 auf 926 Verbindungen gestiegen. Alles das zeigt: Die Pleite von Air Berlin hat den Markt nicht aus dem Gleichgewicht gebracht.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

0 Kommentare zu "Kommentar: Die Flugbranche hat die Air-Berlin-Pleite überwunden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%