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Kommentar Die Frankfurter Börse braucht IPOs, um attraktiv zu bleiben

Während in Frankfurt alle auf die Bankenhochzeit schauen, ist der Finanzplatz bei IPOs am Ende. Die Deutsche Börse verliert den Anschluss.
22.03.2019 - 03:59 Uhr Kommentieren

Warum der Deutschen Börse droht, international den Anschluss zu verlieren

Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, dann wird die Deutsche Börse zum Museum für die Industriewelt von gestern. Im ersten Quartal hat sich laut der Beratungsgesellschaft EY kein einziges Unternehmen neu aufs Parkett getraut. Null Börsengänge lautet die traurige Bilanz.

Das heißt: keine Innovationen, keine Start-ups, stattdessen Stillstand. Die sogenannten Initial Public Offerings (IPOs) sind für jeden Börsenplatz die entscheidende Zutat, um auch in Zukunft attraktiv zu bleiben für die Investoren. Aber während in Frankfurt totale Flaute herrschte, gab es weltweit immerhin 199 IPOs – darunter 65 in China, 23 in Europa und 20 in den USA.

Damit fällt der heimische Finanzplatz weiter zurück im europäischen und internationalen Vergleich. Zuletzt hatte der Autobauer Volkswagen den Börsengang seiner Nutzfahrzeugsparte in Frankfurt unter dem Kunstnamen Traton abgesagt. Das sollte der Durchbruch bringen, jetzt ist wieder Abwarten angesagt. Vor Ostern rechnen Beobachter nun nicht mehr mit neuen Anläufen.

Keine Zeit für Gewinner von morgen

Die immer wieder vorgetragenen Gründe – Brexit, Handelsspannungen, Konjunktursorgen – mögen ja alle richtig sein, gute Geschäftsmodelle scheren sich darum aber wenig und können jederzeit an den Markt kommen. Bestes Beispiel ist die Börse Euronext, die mittlerweile erste Anlaufstelle für Biotech-Unternehmen ist.

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    Bei den sozialen Netzwerken und den digitalen Mobilitätsdiensten hat Frankfurt keine Chance mehr auf neues Geschäft, auch nicht in der Biotechnologie. Eine Hoffnung ruht noch auf allen Produkten und Dienstleistungen rund um das Schlagwort Industrie 4.0 – hier müssen die Start-ups und Konzernteile für die heimischen Börsenplätze gewonnen werden. Aber dazu bedarf es auch eines anderen politischen Bewusstseins.

    Derzeit fokussieren sich alle Kräfte auf die Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank. Wer sich um die Verlierer von gestern kümmert, der hat keine Zeit für die Gewinner von morgen.

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