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Kommentar Die Fusions-Planspiele der Deutschen Bank sind realitätsfern

Bei einer Fusion mit der UBS wäre die Deutsche Bank Juniorpartner. Für die Schweizer wäre das riskant – und die deutsche Politik würde nicht zustimmen.
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Eine Fusion mit der deutlich größeren UBS wäre faktisch eine Übernahme. Quelle: AP
Gebäude der Deutschen Bank

Eine Fusion mit der deutlich größeren UBS wäre faktisch eine Übernahme.

(Foto: AP)

Die Deutsche Bank tut so, als hätte sie neben einem Zusammengehen mit der Commerzbank noch mehrere andere Fusionsoptionen. Bei einer Strategiesitzung hat die Bankspitze nach Handelsblatt-Informationen erläutert, dass die Chancen bei einem Zusammenschluss mit der Schweizer Großbank UBS deutlich größer wären als bei einer Verschmelzung mit der Commerzbank.

Diese Erkenntnis ist wenig überraschend, denn zwischen der UBS und der Deutschen Bank gibt es weniger Überlappungen. Die UBS hat ihre Stärken in der Vermögensverwaltung, die Deutsche Bank – zumindest theoretisch – im Firmenkundengeschäft und Investmentbanking. Beide Institute würden sich besser ergänzen als Deutsche Bank und Commerzbank. Es ginge – anders als bei einem innerdeutschen Deal – nicht fast ausschließlich darum, Kosten zu senken.

Dennoch ist eine schweizerisch-deutsche Megabank wenig realistisch. Zum einen wäre ein solches Unterfangen für die UBS und damit letztlich auch für die Schweiz ein riskantes Unterfangen. Zum anderen würde die deutsche Regierung einem solchen Deal niemals zustimmen.

Denn die Deutsche Bank, die an der Börse aktuell rund 22 Milliarden Euro wert ist, wäre dabei der Juniorpartner. Die UBS bringt mit 54 Milliarden Euro mehr als doppelt so viel auf die Waage.

Es würde sich also faktisch um eine Übernahme der Deutschen Bank handeln – und die würde Berlin wohl verhindern wollen. Denn die Bundesregierung dürfte anstreben, dass es zumindest ein global aktives Institut mit Sitz in Deutschland gibt, das die heimische Wirtschaft bei Geschäften im In- und Ausland begleiten kann – gerade im Fall einer Krise.

Für die Deutsche Bank sind die Optionen somit begrenzt, denn auch andere denkbare Fusionspartner sind enteilt. Barclays und Credit Suisse sind rund 34 Milliarden Euro wert, die US-Bank Citi sogar 158 Milliarden Euro. Auf absehbare Zeit bleibt neben einem Alleingang als realistische Option somit wohl nur die Commerzbank.

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