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Kommentar Die Gefahr der Inflation wird überschätzt

Trotz der Unsummen an Coronahilfen hält sich das Risiko deutlich anziehender Teuerungsraten in engen Grenzen – zumindest vorläufig.
25.05.2020 - 17:30 Uhr Kommentieren
Die Notenbank hat ihre Geldpolitik in der Coronakrise noch weiter gelockert - dennoch dürfte die Inflationsgefahr eher gering bleiben. Quelle: dpa
Das Hauptquartier der Europäischen Zentralbank in Frankfurt

Die Notenbank hat ihre Geldpolitik in der Coronakrise noch weiter gelockert - dennoch dürfte die Inflationsgefahr eher gering bleiben.

(Foto: dpa)

Weltweit pumpen die Regierungen gigantische Summen in die Wirtschaft, um die Folgewirkungen der Pandemie zu mildern, zusätzliche Unterstützung kommt von den ultraexpansiven Notenbanken. Kein Wunder, dass sich die Investoren allmählich Sorgen wegen der Spätfolgen dieser Geldflut machen. Droht durch Corona eine Rückkehr der Inflation?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Nein – zumindest nicht kurzfristig. Auch auf mittlere Sicht ist es eher unwahrscheinlich, dass die Teuerung derart anzieht, dass sie zum relevanten Risiko wird.

Damit die Inflation kurzfristig zur Gefahr wird, müsste die Wirtschaft genauso schnell wieder anspringen, wie sie im Shutdown kollabiert ist. Das wird allerdings zusehends unwahrscheinlich. Die Coronakrise wird die Nachfrage der Verbraucher länger als nur ein paar Wochen oder Monate dämpfen, weil sehr viele Menschen ihren Arbeitsplatz und/oder Teile ihres Vermögens verlieren. Auch viele Unternehmen dürften sich mit Investitionen zurückhalten, weil sie erst einmal die Schulden zurückzahlen wollen, die sie während der Coronakrise angehäuft haben.

Ein weiteres Argument gegen eine unmittelbare Inflationsgefahr sind die Erfahrungen nach der Finanzkrise. Auch damals starteten die Regierungen milliardenschwere Konjunkturpakete und die Notenbanken pumpten in großem Stil Geld in die Märkte. Trotzdem verharrte die Teuerung auf historisch niedrigem Niveau. Inflationstendenzen zeigten sich allenfalls bei den Vermögenswerten. Einiges spricht dafür, dass das auch nach der Coronakrise so sein wird.

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    Ob die Inflation mit Blick auf zwei bis drei Jahre wieder zum Risiko wird, hängt unter anderem von zwei Faktoren ab: Der Megatrend Globalisierung hat in den vergangenen Jahrzehnten die Teuerung gebremst. Wenn diese Entwicklung teilweise zurückgedreht wird, stellt sich die Frage, wie stark das auf die Preise durchschlägt.

    Und natürlich kommt es darauf an, wie entschlossen die Zentralbanken aufkommende Inflationstendenzen bekämpfen werden. Bislang gibt es keinen Grund zu bezweifeln, dass die Notenbanker genauso entschlossen gegen ein Überschießen ihrer Stabilitätsziele kämpfen werden, wie sie es jetzt gegen das Unterschießen tun.

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