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Kommentar Die gespaltene Nation

George W. Bush hat mit seiner Rede zur Lage der Nation allen Amerikanern klar gemacht, dass für ihn jetzt die heiße Phase des Wahlkampfs einsetzt. Dort aber, wo seine Rede innenpolitisch wurde geht ein tiefer Riss durch das Land.
  • Christoph Birnbaum
Christoph Birnbaum, Handelsblatt-Redakteur

Christoph Birnbaum, Handelsblatt-Redakteur

Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf hat begonnen. Nur einen Tag nach dem „Iowa-Caucus“, mit dem die Vorwahlen der Demokraten zur Präsidentschaftskandidatur begonnen hatten, hat George W. Bush mit seiner Rede zur Lage der Nation allen Amerikanern klar gemacht, dass für ihn jetzt die heiße Phase des Wahlkampfs einsetzt. Und Bush geht dabei in doppelter Hinsicht auf Nummer sicher: Der „Kampf gegen den Terror“ hat für ihn innenpolitisch oberste Priorität. Hier hätten die USA eine „Mission“ der freien Welt zu erfüllen. Im Notfall auch alleine.

Mit dem für uns ungewohnten Pathos liegt Bush historisch voll auf der Linie etwa eines Franklin Delano Roosevelts. Das kommt in Amerika gut an. Dort aber, wo seine Rede innenpolitisch wurde – beim Thema Krankenversicherung und Haushaltsdefizit – geht ein tiefer Riss durch das Land. Selten hat ein Präsident die USA so tief gespalten, wie Bush dies tut. Wer sich die hohe Beteiligung bei der Iowa-Vorwahl vor Augen führt, ahnt, dass der Präsidentschaftswahlkampf Amerika noch tief aufwühlen wird.

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