Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Die Goldgräberstimmung im Digital-Health-Bereich ist mit Vorsicht zu genießen

Digitale Gesundheitslösungen können viele Vorteile bieten. An erster Stelle muss aber letztlich der Patientennutzen stehen.
03.03.2020 - 17:33 Uhr Kommentieren
Auch das deutsche Gesundheitssystem insgesamt kann profitieren, wenn die Zukunft der Medizin auch vor Ort und nicht nur im Silicon Valley gestaltet wird. Quelle: dpa
Digital Health

Auch das deutsche Gesundheitssystem insgesamt kann profitieren, wenn die Zukunft der Medizin auch vor Ort und nicht nur im Silicon Valley gestaltet wird.

(Foto: dpa)

Das zunehmende Interesse internationaler Pharmakonzerne am Digital-Health-Standort Deutschland zeigt: Jens Spahn hat es geschafft, das Bild vom angestaubten und analogen Gesundheitssystem der Bundesrepublik zu wandeln. Zwar stehen wichtige Projekte des Gesundheitsministers wie die elektronische Patientenakte noch vor einigen Hürden.

Doch viel ist in Bewegung geraten seit Spahns Amtsantritt vor zwei Jahren. Schon länger kommen innovative Gesundheitsanwendungen aus Deutschland, doch Spahn hat den digitalen Angeboten made in Germany aber eine Perspektive auf dem Heimatmarkt mit rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten eröffnet. Das lockt Investoren an.

Zunächst können sich die Start-ups freuen, wenn sie neue Kapitalquellen erschließen. Doch auch das deutsche Gesundheitssystem insgesamt kann profitieren, wenn die Zukunft der Medizin auch vor Ort und nicht nur im Silicon Valley gestaltet wird. Ein Digital-Health-Gründer in Berlin dürfte sich eher den deutschen Datenschutzstandards verpflichtet fühlen.

Schließlich kann diese Entwicklung auch für die Patienten vorteilhaft sein: Durch zusätzliche Investitionen können neue Therapie- und Behandlungsmethoden schneller zur Marktreife gelangen. Krankheiten werden dank der datengetriebenen Medizin besser behandelt oder durch Prävention vermieden werden können.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Natürlich: Die Goldgräberstimmung im Bereich Digital Health ist mit Vorsicht zu genießen. Ein Beispiel für übersteigerte Profithoffnungen ist der Fall einer Rückenschmerz-App, die ihren Preis kürzlich verneunfachte. Die Kosten für digitale Anwendungen dürfen die Krankenkassen nicht überfordern, der medizinische Vorteil muss klar nachgewiesen werden. Längst nicht jede App hat einen Mehrwert, der die Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung rechtfertigt.

    Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet viele Chancen, wirtschaftliche und medizinische. Der Patientennutzen muss dabei immer an erster Stelle stehen.

    Mehr: Das deutsche Gesundheitswesen wird immer digitaler. Der Schweizer Pharmakonzern Roche will davon profitieren.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Die Goldgräberstimmung im Digital-Health-Bereich ist mit Vorsicht zu genießen
    0 Kommentare zu "Kommentar: Die Goldgräberstimmung im Digital-Health-Bereich ist mit Vorsicht zu genießen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%