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Kommentar Die GroKo schadet der Gesundheit von Arbeitnehmern

Viele Angebote der betrieblichen Altersvorsorge könnten einer Steueränderung zum Opfer fallen. Dabei ist gesundheitliche Prävention sinnvoll.
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Viele Betriebe bieten Präventionskurse an – etwa Anti-Stress-Training. Doch die Politik macht es ihnen nicht leicht. Quelle: dpa
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Viele Betriebe bieten Präventionskurse an – etwa Anti-Stress-Training. Doch die Politik macht es ihnen nicht leicht.

(Foto: dpa)

Sollten Union und SPD ihr Jahressteuergesetz in der jetzigen Form im Bundesgesetzblatt abdrucken, müssten sie es mit einem Warnhinweis versehen: Achtung, die Große Koalition schadet Ihrer Gesundheit!

Viele sinnvolle Angebote, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zur Gesundheitsvorsorge anbieten, könnten einer steuerrechtlichen Änderung zum Opfer fallen.

Bei der betrieblichen Gesundheitsförderung soll eine Steuerbefreiung nur noch dann gelten, wenn die Maßnahmen von den Krankenkassen zertifiziert sind. Das schafft für die Unternehmen unnötige Bürokratie und schadet den Beschäftigten, denen weniger Leistungen zur Verfügung stehen.

Vor drei Jahren trat das Präventionsgesetz in Kraft. Die vorherige Regierung aus Union und SPD verfolgte damit die Absicht, die Gesundheitsförderung und die Vorbeugung von Krankheiten zu verbessern. Als geeigneter Ort für Präventionsprogramme wurde ausdrücklich auch das Arbeitsumfeld genannt. Nun schickt sich die nachfolgende GroKo an, die Ziele des Gesetzes zu konterkarieren.

Ob Antistresstraining oder Schulungen für eine ausgewogene Ernährung – viele Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sind sinnvoll, auch wenn sie nicht dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen.

Sie können aber eine gute Ergänzung sein. Sollte nun wie geplant eine Zertifizierungspflicht durch die Krankenkassen zur Voraussetzung für Steuervergünstigungen gemacht werden, droht zahlreichen Angeboten das Aus. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen werden den Aufwand scheuen.

Statt den Zugang zu betrieblichen Gesundheitsprogrammen unnötig zu erschweren, sollte die Große Koalition steuerliche Anreize für mehr Präventionsmaßnahmen in Unternehmen schaffen. Schon jetzt stellt der Fachkräftemangel Deutschland vor Herausforderungen. Gesundheitsprävention im Betrieb kann verhindern, dass Arbeitnehmer krankheitsbedingt frühzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

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