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Kommentar Die Hilfe der Unternehmen für die Regierung ist sinnvoll

Unternehmen helfen in der schwierigen Zeit der Regierung unkompliziert im Kampf gegen das Coronavirus. Aber nicht jede Aktion ist dabei selbstlos.
22.03.2020 - 16:08 Uhr Kommentieren
Der Softwarekonzern sprang ein, als das Onlineregister des Auswärtigen Amtes für Deutsche im Ausland zusammenbrach. Quelle: dpa
SAP

Der Softwarekonzern sprang ein, als das Onlineregister des Auswärtigen Amtes für Deutsche im Ausland zusammenbrach.

(Foto: dpa)

Viele deutsche Unternehmen bringen sich sinnvoll in die Eindämmung der Corona-Pandemie ein. Der Softwarekonzern SAP sprang beispielsweise ein, als das Onlineregister des Auswärtigen Amtes für Deutsche im Ausland zusammenbrach. 23 Stunden später war das Portal überarbeitet.

Andere Firmen bringen sich auch ein. Autobauer spenden Atemmasken. Der Nivea-Hersteller Beiersdorf nutzt seine Anlagen, um in Hamburg, Sachsen und Spanien 500 Tonnen Desinfektionsmittel zu produzieren. Der Hemdenproduzent Eterna hat ein Werk auf Atemschutzmasken umgerüstet. Auch die Produktion von Schutzmasken ist möglich. Volkswagen will versuchen, auf 3D-Druckern Teile für Beatmungsgeräte zu produzieren, die derzeit knapp werden.

Solche Initiativen sind sehr zu begrüßen. Sie können helfen, die schlimmsten Auswirkungen der Pandemie abzumildern. Und natürlich sind viele der öffentlichkeitswirksam präsentierten Aktionen nicht das Ergebnis von reiner Selbstlosigkeit. Gerade US-Softwarefirmen hatten früh erkannt, wie sie die Krise dafür nutzen konnten, ihre Produkte zu bewerben.

Digitale Bürosoftware ist sehr gefragt, seit Millionen von Angestellten im Homeoffice arbeiten. Schnell brauchen viele Firmen Lösungen – etwa für Videokonferenzen. Diese Chance nutze etwa der US-Softwarekonzern Microsoft. Er stellt seine Cloud-Lösung Teams vielen Kunden für eine Zeit kostenlos bereit. Ähnlich sieht es beim US-Anbieter von Videokonferenzen Zoom aus.

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    Natürlich geht es den Unternehmen darum, sich durch die Aktion für ihre Kunden unverzichtbar zu machen. Wer ein System in einer Krisenphase eingeführt hat, wird es nicht so schnell abschaffen. Das ist legitim.

    Über dieses Kalkül sollte sich jedoch niemand Illusionen machen. Gerade im Bildungssystem wurde seit vielen Jahren darum gerungen, Lösungen für das Fernlernen zu finden, bei denen deutsche Bildungsträger nicht zu abhängig von Anbietern im Ausland werden. Der Ausbruch des Coronavirus hat die Situation verändert. Viele Schulen setzen in der Not auf Lösungen von Microsoft oder Google – ganz einfach, weil sie schnell und unkompliziert funktionieren.

    Dabei dürfen die langfristigen Folgen nicht vergessen werden. Es gibt alternative Lösungen aus Deutschland, die höchsten Datenschutz bieten. Gerade im Bereich quelloffener Software gibt es hervorragende Angebote. Die erste Einrichtung ist komplizierter als bei Microsoft und Google. Dafür bleiben die Daten lokal gesichert. Gerade in einem sensiblen Bereich wie unserem Bildungssystem sollte dieser Fokus nicht vergessen werden. Vielleicht kann ja ein deutscher Großkonzern bei der Einrichtung helfen.

    Mehr: Viele deutsche Unternehmen leisten einen Beitrag zum Kampf gegen das Virus.

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