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Kommentar Die hohen Abgaben und Steuern beim Strompreis müssen runter

Verbraucher zahlen immer mehr für Energie – was lange nicht am Preis für Stromerzeugung lag. Das ändert sich nun. Umso wichtiger, dass die Nebenkosten sinken.
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Viele Verbraucher werden sich über die steigenden Strompreise wundern. Quelle: The Image Bank/Getty Images
Stecker in Steckdosen

Viele Verbraucher werden sich über die steigenden Strompreise wundern.

(Foto: The Image Bank/Getty Images)

Die Strompreise steigen? Viele Verbraucher werden sich über diese Nachricht sicherlich wundern. Denn ihre Stromrechnungen steigen doch schon seit Langem. Das müsste mal ein Ende haben. Zum Jahresbeginn zahlte ein Haushalt in Deutschland im Durchschnitt 29,44 Cent je Kilowattstunde – so viel wie noch nie.

Das lag aber – auch wenn das auf den ersten Blick verwundern mag – gar nicht an den Kosten für Strom. Im Großhandel wurde Strom in den vergangenen Jahren vergleichsweise günstig gehandelt. Die Stromrechnung der privaten Haushalte wurde vielmehr von Netzentgelten, Steuern und Abgaben nach oben getrieben – diese Zusatzkosten summierten sich zuletzt auf 23,24 Cent je Kilowattstunde, also den größten Teil des Endpreises für Kunden.

Bislang machten Steuern, Abgaben und Umlagen 54 Prozent des durchschnittlichen Preises für Strom aus. Vor allem die EEG-Umlage, mit der die Verbraucher den Ausbau der erneuerbaren Energien mitfinanzieren, war in den vergangenen Jahren wegen des massiven Ausbaus von Wind- und Solarkraftwerken kräftig gestiegen. Die Energie aus der Steckdose wurde so für die Endkunden immer teurer, obwohl das eigentliche Produkt recht preiswert war.

Jetzt aber steigt der Strom selbst im Preis. Im Großhandel müssen die Versorger für den Einkauf einer Kilowattstunde erstmals seit sechs Jahren wieder mehr als fünf Cent zahlen. Anfang 2016 waren es nicht einmal zwei Cent gewesen. Neben steigenden Netzentgelten, Steuern und Umlagen kommt jetzt also ein weiterer Preistreiber hinzu: der eigentliche Strompreis.

Doch werden davon die Produzenten kaum profitieren können. Denn gleichzeitig haben sich die Brennstoffkosten Kohle und Gas verteuert – und auch die Preise für CO2-Zertifikate. Und noch wird der meiste Strom mit diesen fossilen Energieträgern gewonnen.

Es bleibt dabei: Das große Ärgernis auf Stromrechnungen sind die hohen Steuern und Abgaben. Sie müssen runter!

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