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Kommentar Die Konkurrenz der Sparkassen steht in den Startlöchern

Die Sparkassen stemmen sich erfolgreich gegen die Minizinsen. Doch die großen Veränderungen der Branche durch neue Konkurrenten kommen erst noch.
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2,2 Milliarden Euro haben die Sparkassen im letzten Jahr verdient. Quelle: © metropol IMAGES / Alexander Eilender
Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute

2,2 Milliarden Euro haben die Sparkassen im letzten Jahr verdient.

(Foto: © metropol IMAGES / Alexander Eilender)

Wenn man der Werbekampagne der deutschen Sparkassen glaubt, dann ist fast alles „einfach“. Verstehen, entscheiden, selbst schlafen – das alles wollen die Sparkassen ihren Kunden einfach machen, wie sie in ihrer Imagewerbung seit mehr als drei Jahren kundtun.

Schaut man auf den gerade präsentierten Gewinn für das vergangene Jahr, scheint auch den Sparkassen selbst etwas besonders einfach zu fallen: Geld zu verdienen.

Satte 2,2 Milliarden Euro haben die derzeit 384 öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute 2018 unterm Strich verdient. Etwas mehr als im Vorjahr und ein Vielfaches dessen, was die Deutsche Bank, das größte deutsche Geldhaus, erreicht hat.

Noch mehr: Der Gewinn der Sparkassen rangiert schon seit zehn Jahren auf diesem Niveau. Das heißt: Die Sparkassen haben sich seit Ausbruch der Finanzkrise bestens behauptet, viel besser, als viele Beobachter erwartet haben.

Immer wieder hieß es, dass besonders Sparkassen, aber auch Volks- und Raiffeisenbanken angesichts der Nullzinspolitik in der Euro-Zone unter Druck geraten müssten.

Dagegen haben sich die kleinen Geldhäuser erfolgreich gestemmt, vor allem, indem sie immer mehr Kredite vergeben haben – und das in einem schwer umkämpften deutschen Markt.

Zudem sind die Kosten im vergangenen Jahr nicht gestiegen. Sie im Griff zu haben ist angesichts zunehmender Regulierung für Kreditinstitute alles andere als einfach.

Von guter Konjunktur getragen

Dabei wissen die Sparkassen natürlich, dass sie von der guten Wirtschaftslage in Deutschland getragen werden. Im vergangenen Jahr haben sie per saldo keine Risikovorsorge für Kredite bilden müssen.

Sollte sich die Konjunktur weiter abschwächen, dürfte sich das ändern – und damit die Gewinne der regionalen Geldhäuser wieder sinken.

Mit höheren Abschreibungen können die Sparkassen sicherlich umgehen, doch es gibt eine andere große Herausforderung: die wachsende Konkurrenz, besonders im Geschäft mit Privatkunden und zunehmend auch mit Firmen.

Bei den Privatkunden sind Onlinebanken wie Comdirect, DKB und ING, aber auch die Smartphone-Bank N26 seit Längerem die großen Gewinner. Sie steigern die Zahl ihrer Konten erheblich und sind bei jungen Kunden beliebt.

Denen geht es nicht nur darum, dass die Girokonten anders als bei den Sparkassen kostenlos zu haben sind. Die Onlinebanken kommen bei vielen digital affinen Kunden gut an, weil ihre Dienstleistungen bequem sind, die Handy-Apps einladend und die Hotlines teils rund um die Uhr erreichbar.

Mit ihnen müssen sich die Sparkassen messen und dafür ihre digitalen Dienstleistungen weiter ausbauen. Die nötigen Mittel für Investitionen haben sie jedenfalls.

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