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Kommentar Die Luftfahrt braucht dringend neue Regeln

Die Airline will attraktiver für Anleger werden. Doch Marktstruktur und Regularien machen es schwer, auf die Anforderungen des Finanzmarkts zu reagieren.
23.01.2020 - 16:05 Uhr Kommentieren
Die traditionsreiche Fluggesellschaft muss attraktiver für Anleger werden. Quelle: Reuters
Lufthansa-Maschine am Flughafen Frankfurt

Die traditionsreiche Fluggesellschaft muss attraktiver für Anleger werden.

(Foto: Reuters)

Es hat etwas gedauert, bis bei Lufthansa das Einsehen kam, dass ein „Weiter so“ keine Zukunft hat. Der Finanzmarkt akzeptiert das schlicht nicht. Eine Zeit lang konnte die Airline-Gruppe das noch ignorieren. Die Pleite des deutschen Rivalen Air Berlin stärkte das Unternehmen, die Börse war zufrieden.

Das währte nicht lange. Seit Monaten ist der Aktienkurs der Lufthansa im Keller. Die traditionsreiche Fluggesellschaft mit dem klingenden Namen muss attraktiver für Anleger werden.

Das soll nun auch geschehen, es wird aber Zeit brauchen. Zu lange, werden einige monieren. Es sei typisch Lufthansa, die mal wieder von ihrer eigenen unglaublichen Komplexität ausgebremst werde, wird kritisiert.

Das ist richtig, aber nicht die ganze Wahrheit. Zu der gehören auch eine Marktstruktur und ein Regelwerk, die nicht mehr miteinander kompatibel sind. Wie wenig, das zeigt das Beispiel Lufthansa eindrücklich.

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Standort erkennen

    Die Verkehrsrechte erschweren den Weg in Richtung Kapitalmarktfähigkeit. Wer die Rechte behalten will, muss nachweisen, dass die Mehrheit der Anteilseigner aus dem eigenen Land oder in Europa aus der EU stammt. Für internationale Investoren ist das Gift.

    Mit dieser Vorschrift kämpft nicht nur die „Hansa“. Der Rivale IAG musste vor einiger Zeit die Türen für nichteuropäische Investoren schließen. IAG hat als Mutter von British Airways traditionell viele britische Anteilseigner. Nach dem Brexit in der kommenden Woche gehören sie nicht mehr zu Europa.

    Die radikale Maßnahme wirkte. Vor wenigen Tagen konnte sich die IAG auf Investorenseite wieder öffnen, nachdem der Anteil der Aktionäre außerhalb Europas deutlich abgeschmolzen war.

    Das zeigt, wie anachronistisch das System Luftfahrt ist. Der Markt ist global, die Regularien nicht. Es ist Zeit, die Vorgaben anzupassen. Wie sonst soll sich eine Branche für eine Zukunft ertüchtigen, in der weltweite Vernetzung und Austausch immer wichtiger werden?

    Mehr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr will die Airline stärker auf den internationalen Kapitalmarkt ausrichten. Neben der Lufthansa Technik prüft er auch die Cargo-Sparte.

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