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Kommentar Die Luftfahrt braucht einheitliche Corona-Regeln

Ohne einheitliche Vorgaben für den Schutz vor Ansteckungen wird der Neustart der Luftfahrt scheitern. Das Vertrauen der Passagiere steht auf dem Spiel.
14.05.2020 - 11:30 Uhr Kommentieren
Airlines müssen schon vor dem Abflug neue Abstandsregeln einführen. Quelle: Reuters
Passagiere bei Ryanair

Airlines müssen schon vor dem Abflug neue Abstandsregeln einführen.

(Foto: Reuters)

Es ist eine gewaltige Wette. 1000 Flüge will die irische Fluggesellschaft Ryanair ab Juli wieder anbieten. Das sind immerhin 40 Prozent des ursprünglichen Flugplans. Doch ob und wie gut die Flugzeuge gefüllt sein werden, das weiß aktuell niemand – auch nicht Ryanair-Chef Michael O’Leary.

Denn noch fehlt die sicherlich wichtigste Voraussetzung für gut gebuchte Flüge: das Vertrauen der Passagiere. Bislang gibt es dieses nicht, wie die jüngst rebellierenden Fluggäste eines Flugs von Iberia Express eindrucksvoll gezeigt haben.

Das überrascht nicht. Das Wirrwarr an unterschiedlichen Maßnahmen und Aussagen in Sachen Corona-Maßnahmen schafft Verunsicherung, nicht aber besagtes Vertrauen. Hier haben sich alle Beteiligten in den zurückliegenden Wochen nicht mit Ruhm bekleckert. Die Regierungschefs und Fachminister in den einzelnen Ländern der EU wirkten völlig unkoordiniert. In einigen Ländern müssen Passagiere in Quarantäne, in anderen nicht.

Auch die Manager der Branche selbst agierten nicht sonderlich geschickt. Wenn etwa Ryanair-Chef O’Leary wortgewaltig wie immer erklärt, dass ein freier Mittelsitz totaler Nonsens ist und die Quarantäne-Pläne in Großbritannien als „idiotisch“ bezeichnet, mag er mit seiner Analyse durchaus recht haben. Hilfreich sind solche Aussagen gleichwohl nicht, wenn es gilt, die Flugzeuge wieder zu füllen.

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    Umso wichtiger ist es, dass Institutionen wie jetzt die EU klare und einheitliche Regeln für den Luftverkehr formulieren. Politik und Branche müssen nun die einzelnen Maßnahmen nicht nur auflisten, sie müssen sie auch gut erklären und begründen, warum das ausreicht.

    Das Virus ist global und überwindet Grenzen. Gleiches gilt im Prinzip für die Luftfahrt. Nationale Alleingänge sind deshalb weder angebracht, noch wirken sie. Der Luftverkehr in Europa muss wieder in Schwung kommen. Das allein ist schon ein Kraftakt. Ohne einheitliche Schutzvorgaben wird der kaum gelingen.

    Mehr: Darum sind Flugzeugkabinen keine Virenschleudern

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