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Kommentar Die Luftfahrtbranche sollte sich von überholten Regeln verabschieden

Geokonflikte und teurer Treibstoff – Europas Fluggesellschaften steuern auf eine neue Krise zu. Zeit, einige überkommene Vorschriften zu überdenken.
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Luftfahrtbranche sollte sich von überholten Regeln verabschieden Quelle: yousef alfuhigi on Unsplash
Flughafen

Europas Airlines müssen viele Probleme im Blick behalten.

(Foto: yousef alfuhigi on Unsplash)

Für die europäischen Fluggesellschaften könnte es in diesem Jahr knüppelhart kommen. Krisen ist die Branche zwar gewohnt. Mal ist es eine Nachfrageschwäche wie zu Zeiten der Finanzkrise. Mal ist es ein Krieg in einer bestimmten Region. Mal sind es Epidemien wie SARS. Immer haben es die Airlines geschafft, die Folgen auf ihr Kerngeschäft Fliegen zu bewältigen.

Doch dieses Mal ist alles anders. Nicht eine Front ist es, die die Airline-Manager im Blick halten müssen, es sind viele. Die Wirtschaft schwächelt weltweit. Das wird ausgelöst und getrieben auch durch geopolitische Konflikte, deren Dimension heute noch keiner absehen kann. Einmal sieht der US-Präsident gute Chancen für eine Beilegung des Zollstreits mit China, im nächsten Moment erhöht er die Zölle. Die Lage ist unberechenbar – pures Gift für die Luftfahrt.

Gleichzeitig wird der Treibstoff teurer, und es herrschen trotz der jüngsten Pleiten nach wie vor Überkapazitäten im europäischen Markt. Die Klimadebatte läuft hoch, neue Umweltabgaben drohen. Und die Zwangspause für die Boeing 737 Max belastet das Geschäft zusätzlich.

Das Problem: Ob und in welcher Stärke all diese Herausforderungen letztlich kommen werden, können die Fluggesellschaften nicht selbst steuern. Sie haben lediglich das Thema Überkapazitäten in der eigenen Hand – und selbst das nicht uneingeschränkt. Denn zumindest ein Teil des Wachstums wird durch Regulierung bestimmt. Nutzen Fluggesellschaften sogenannte Slots – Zeitfenster an Flughäfen – über einen gewissen Zeitraum nicht, verlieren sie diese. Das führt dazu, dass Airlines in der Furcht davor, dass Wettbewerber sich diese Verkehrsrechte schnappen könnten, ihre Kapazität hoch halten.

Eine weltweite Deregulierung der Luftfahrt ist sicherlich illusorisch. Angesichts der handfesten Krise, die sich abzeichnet, sollten aber zumindest solche überkommenen Regeln wie die der Slots an Flughäfen überdacht werden.

Mehr: Der Preiskampf in der Luftfahrtbranche geht weiter. Die Lage in Europa wird auch für größere Anbieter bedrohlich. Lesen Sie hier, warum sogar die Billigairlines leiden.

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