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Kommentar Die Lufthansa kann auch ohne Alitalia wachsen

Italiens Regierung will eine ausländische Übernahme von Alitalia vermeiden. Die Lufthansa sollte nun eine Expansion aus eigener Kraft anstreben.
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Lange planten die Deutschen eine Übernahme der insolventen Fluggesellschaft. Quelle: dpa
Maschinen von Alitalia und Lufthansa

Lange planten die Deutschen eine Übernahme der insolventen Fluggesellschaft.

(Foto: dpa)

Dass die Uhren in Italien anders gehen, ist nicht neu. Das Gezerre um die nationale Fluggesellschaft Alitalia ist allerdings selbst für italienische Verhältnisse außergewöhnlich. Seit mehr als einem Jahr ist die Airline mittlerweile insolvent – und fliegt seitdem, als sei nichts gewesen.

Scheinbar unbegrenzte Staatshilfen machen es möglich. Selbst die EU – auch wenn sie die Dauerhilfe mittlerweile untersucht – ist bislang erstaunlich still. Der Grund liegt auf der Hand: Italien ist in Brüssel ein sensibles Thema, erst recht, seitdem dort die Nationalisten an der Macht sind.

Die EU will hier kein Öl ins Feuer gießen. Daran scheint auch die Absicht der italienischen Regierung, die Airline nicht in ausländische Hände geben zu wollen, nichts zu ändern.

Angesichts dessen ist es nur schlüssig, dass Lufthansa jetzt Abstand von einer Übernahme der Alitalia nimmt. Der italienische Markt ist zu wichtig, als dass Europas größte Fluggesellschaft darauf warten kann, ob die Verantwortlichen in Rom der „Hansa“ mangels Alternativen den Zuschlag erteilen oder ihn letzten Endes doch verweigern.

Ohnehin ist es schlauer, in Italien aus eigener Kraft zu wachsen, und das aus mehreren Gründen. Erstens haben die Erfahrungen mit der Übernahme von Teilen der Air Berlin gezeigt, dass eine solche Integration alles andere als trivial ist – selbst für eine erfahrene Fluggesellschaft wie Lufthansa. Zweitens hätte Lufthansa wohl nur wenig Freude an dem Zukauf.

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Die deutsche Airline ist wirtschaftlich gut gestellt. Das weckt Begehrlichkeiten der Arbeitnehmervertreter, die in Italien bekanntermaßen extrem anspruchsvoll sind.

Drittens hat Lufthansa mit Air Dolomiti eine in Italien gut eingeführte Marke. Sie ist eine ideale Basis für weiteres Wachstum in dem Land, eine viel bessere zudem als die gescheiterte Lufthansa Italia. Oft ist die Markenvielfalt der Lufthansa-Gruppe von Nachteil, sie ist zu kompliziert. In Italien aber könnte sie endlich mal ihre Vorteile unter Beweis stellen.

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1 Kommentar zu "Kommentar: Die Lufthansa kann auch ohne Alitalia wachsen"

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  • Expansion aus eigener Kraft, das tut der Kranich auch! Es ist gut bei Alitalia draussen zu
    bleiben. "C'est le bordel!"