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Kommentar Die Lufthansa sollte Eurowings mehr Freiheit geben

Die Lufthansa greift beim Billigableger durch und will ihn profitabler machen. Das könnte ein Fehler sein: Eurowings muss endlich selbstständig werden.
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Die Tochtergesellschaft der Lufthansa soll künftig nur noch auf Kurzstrecken fliegen. Quelle: dpa
Eurowings

Die Tochtergesellschaft der Lufthansa soll künftig nur noch auf Kurzstrecken fliegen.

(Foto: dpa)

Der Satz fiel am Rande, ist aber enorm wichtig. „Wir haben Eurowings zu viel in zu kurzer Zeit zugemutet“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr auf dem Investorentag am Montag. Die Formulierung darf als selbstkritische Erkenntnis verstanden werden, was für den obersten Lufthanseaten spricht. Der Lufthansa-Chef hat erkannt, dass Eurowings eine andere Strategie benötigt.

Doch wie wird diese aussehen? Auf den ersten Blick hat das Lufthansa-Management die Antwort am Montag geliefert. Die neue Eurowings wird kleiner sein, dafür aber profitabler. Wachstum um jeden Preis ist Vergangenheit. Die klare Botschaft an die Investoren lautet: Jetzt wird bei Eurowings durchgegriffen.

Die zentrale Frage bleibt vorerst allerdings unbeantwortet: Wird Eurowings nun an die kurze Leine genommen? Sollte das der Plan sein, wäre das der nächste Fehler. Eurowings braucht keine kürzere, sondern eine längere Leine. Der Ableger muss endlich selbstständig werden.

Das zeigt die bisherige Historie der Tochtergesellschaft. Dass die Mutter Lufthansa dieser zunächst ein straffes Wachstum verordnete, war genau richtig. Der Luftfahrtmarkt ist nun mal einer der Verdrängung. Problematisch war allerdings, dass dem Lufthansa-Management bei dieser Konzentration auf das Wachstum der Fokus verloren ging.

Eurowings sollte in Europa gegen einen lupenreinen Billiganbieter wie Easyjet antreten, auf der Langstrecke gegen die Ferienfluggesellschaften und am Ende auch noch Lufthansa an den großen Drehkreuzen Schützenhilfe gegen billigere Rivalen leisten. Genau daran ist Eurowings bislang gescheitert.

Der neue Fokus auf die Kurzstrecke ist richtig. Noch wichtiger ist aber, dass das Eurowings-Management endlich allein und deutlich unabhängiger von der Mutter entscheiden kann. Eurowings ist eine Airline und keine Allzweckwaffe. Und nur als Airline hat das Unternehmen eine Zukunft.

Mehr: Bei der Hauptversammlung Anfang Mai musste Lufthansa-Chef Carsten Spohr viel Kritik einstecken – auch wegen Eurowings. Weshalb Aktionäre sonst noch unzufrieden sind, lesen Sie hier.

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